Reinigungspads mit Wäschesäckchen selber nähen

Beilstein  Jeder von uns hat ein altes Handtuch, das in der hintersten Ecke des Schranks vergammelt. Nähe Abschminkpads daraus! Christine Bender von „Tine & Paul“ erklärt, wie einfach das geht. Ein kleiner, aber sehr effektiver Schritt zu weniger Müll im Alltag.

Von unserer Redaktion
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Reiner DIY
Fotos: Michaela Klose

Material

  • Frotteestoff – zum Beispiel ein ausgedientes Handtuch

  • Baumwollstoff – zum Beispiel Waffelpique

  • Baumwollstoff – idealerweise ist das Gewebe leicht durchsichtig wie zum Beispiel bei einer alten Gardine oder aber einem alten Netzhemd)

  • Baumwollschnur als Zugband

  • Nähgarn, Schere, Markierungsstift, Stecknadeln

  • Overlock-Nähmaschine/Nähmaschine


So geht's 

Stoff auswählen und zuschneiden

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Die Pads bestehen aus zwei Stofflagen: Frottee und Waffelpique. Form und Größe wählst du individuell. Für eine Kreisform eignet sich als Hilfsmittel ein Glas. Ich entscheide mich für einen Tropfen. Anschließend die Kreise, Tropfen oder Quadrate mit einem Zentimeter Nahtzugabe ausschneiden und links auf links aufeinanderlegen. Damit die Stoffe beim Nähen nicht verrutschen, werden sie mit einer Stecknadel zusammengehalten.

Stofflagen zusammennähen 

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Jetzt einmal mit der Overlock-Nähmaschine rundherum nähen. So wird die Naht automatisch vernäht und kann knapp abgeschnitten werden. Wer keine Overlock-Maschine besitzt, wählt einen einfachen Zick-Zack-Stich aus. Achte darauf, dass du so knappkantig nähst, dass dein Stich die Außenseite der Stoffkante erfasst und du den Stoff somit gleich versäuberst. Beim Tropfen beginne ich übrigens oben an der Spitze. Einmal rum – fertig!

Stoff für den Aufbewahrungsbeutel 

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Zum Aufbewahren und Waschen deiner Abschminkpads bietet sich ein kleiner Beutel an. Ich habe für meinen Baumwollvoile genommen, der Stoff ist sehr leicht und durchlässig. Auch beim Beutel kannst du die Größe frei wählen. Ich habe mich für die Maße 16 x 44 Zentimeter entschieden (inklusive einem Zentimeter Nahtzugabe und oben drei Zentimetern für den Tunnelzug). Die beiden kurzen Seiten des Stoffstücks werden jetzt versäubert. Dann werden die beiden langen Seiten zweimal 0,5 Zentimeter eingeschlagen und knappkantig abgesteppt.

Tunnelzug fertigstellen 

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Anschließend klappst du die beiden kurzen Seiten etwa drei Zentimeter nach unten, so dass ein Tunnel entsteht. Diesen nähst du mit einem Gradstich fest. Als nächstes wird der Stoff in der Länge gefaltet und rechts auf rechts aufeinandergelegt. Die Längsseiten steckst du mit Nadeln fest. Achte darauf, dass die Tunnel exakt aufeinander liegen. Nun nähst die die Längsseiten zusammen – allerdings immer nur bis zum Tunnel. Hier wird gleich das Zugband durchgeschoben. Das Säckchen wenden und mit Hilfe einer Sicherheitsnadel das Baumwollband durch den Tunnel ziehen. Auf der Seite auf der du beginnst, endest du auch. Am Ende das Band verknoten und … fertig!

Christine Bender. Foto: Michaela Klose

Zur Person: Christine Bender ist 35 Jahre und Mutter von zwei Kindern – Paul (5) und Emma (2). Vor etwa sieben Jahren entdeckte die Kunsttherapeutin ihre Leidenschaft fürs Nähen. Heute entwirft die Beilsteinerin originelle Accessoires und Taschen für Klein und Groß. Da Christine Bender die tägliche Verschwendung von wertvollen Ressourcen immer mehr ärgerte, experimentiert sie seit einiger Zeit auch mit dem natürlichen Färben von Stoffen. Mehr dazu auf ihrer Website www.tineundpaul.de 


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