Ein menschlicher Manager und das günstigste Elektroauto

Heilbronn  In mittlerweile mehr als 20 Jahren Autostimme gab es viele Gespräche mit Vorständen, Bandarbeitern, Designern und vielen Menschen mehr. Selten aber war ein Interview mit einem Topmanager so persönlich wie das Gespräch mit Fred Schulze.

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In mittlerweile mehr als 20 Jahren Autostimme gab es viele Gespräche mit Vorständen, Bandarbeitern, Designern und vielen Menschen mehr. Selten aber war ein Interview mit einem Topmanager so persönlich wie das Gespräch mit Fred Schule. Der 54-Jährige hat am vergangenen Montag in unserer Zeitung nicht nur tiefe Einblicke in Leben und Arbeit in China, sondern auch in sein Privatleben gewährt. Der künftige Leiter des Audi-Werks in Neckarsulm hat sich einmal mehr als menschlicher Manager gezeigt.

Es gehört schon etwas dazu, auf die Verantwortung für zehn Produktions- und zwei Motorenwerke und zwei Millionen Fahrzeuge jährlich in China zu verzichten, um künftig noch verantwortlich für ein Werk und noch rund 200.000 bis 250.000 Einheiten pro Jahr zu sein. Das nötigt Respekt ab. Als passionierter Jogger weiß Fred Schulze, das nicht die Sprintfähigkeiten entscheidend sind, sondern die Ausdauer. Dem 54-Jährigen steht ein Marathon in den nächsten Jahren bevor, denn die Liste der Herausforderungen für das Audi-Werk in Neckarsulm ist lang. Da sind zunächst einmal die kommenden zwei, drei Jahre, die eher mau sein dürften, ehe der neue A4 kommt. Und der muss ein Volltreffer werden, vor allem was die Fertigungsqualität angeht. In die Zukunft geblickt, muss Schulze dann den Wandel des Standorts zur Elektromobilität bewältigen. Viel Arbeit für einen, der gerade beim Thema Digitalisierung in der Produktion viel Erfahrung von China mit an seinen, wie er es sagt, Lieblings-Standort mitbringt.

Ein menschlicher Manager und das günstigste Elektroauto

Fred Schulze wird zum 1. Mai neuer Leiter des Audi-Werks Neckarsulm.

Ein neues Auto soll her. Kosten darf es aber nicht die Welt. Klar, einen fahrbaren Untersatz schafft man sich nicht alle Tage an. Im Schnitt legen sich die Deutschen alle sieben bis achte Jahre ein neues Auto zu. Für die einen ist das Auto ein sehr emotionales Thema, für andere einfach ein Mittel, um von A nach B zu kommen. So oder so: Jeder muss auf die ein oder andere Weise mobil sein. Mobilität zum kleinen Preis gibt es auch bei Neuwagen. Allen voran die Marke Dacia hat sich damit einen Namen gemacht. Als die Renault-Tochter im Jahr 2005 mit dem Modell Logan auf dem deutschen Markt startete, hatte kaum jemand zuvor von der Marke gehört. Und der Logan? Eine schmucklose Kiste ohne Servolenkung. Die Konkurrenz belächelte Dacia. 16 Jahre später jedoch sind die Rumänen gefürchtet. Weltweit hat sich der Absatz in den vergangenen Jahren vervielfacht, in Deutschland gibt es eine große Fangemeinde. Und nun lässt die Marke einmal mehr aufhorchen. Mit dem Spring Electric bringt das Unternehmen das günstigste Elektroauto auf den Markt: Die Renault-Tochter nennt Preise ab 20.490 Euro. Dafür gibt es ein SUV mit bis zu 230 Kilometern Reichweite. Nach Abzug der Förderprämie halbieren sich die Kosten auf 10.920 Euro. Das ist mal eine Ansage.

 

Alexander Schnell

Alexander Schnell

Ressortleiter Leben und Freizeit

Alexander Schnell leitet seit 1. Juni 2006 das Ressort Leben und Freizeit und ist damit für alle Sonderveröffentlichungen des Medienunternehmens zuständig. Dazu gehören unter anderem auch das Wochenendmagazin Freizeit und die Autostimme. Ein Spezialgebiet des gebürtigen Heilbronners sind alle Themen rund ums Auto und Mobilität. Darüber hinaus ist Schnell Mitglied der Chefredaktion.

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