Startschuss für die E-Offensive bei Fiat

Auto  Fiat verpasst den Kleinwagen 500 und Panda einen Mild-Hybrid-Antrieb.

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Startschuss für die E-Offensive

Bei der Automobilmesse in Genf (5. bis 15. März) wird Fiat eine vollelektrische Variante des 500ers zeigen, die laut Luca Napolitano bereits im Juli offiziell auf den Markt kommen soll. "Und nach dem Sommer sind dann weitere Neuheiten geplant", betont der Markenchef von Fiat in Europa.

Keine Zukunftsmusik, sondern real bestellbare Autos sind die neuen Varianten der beiden Millionen-Bestseller Fiat 500 und Fiat Panda, die der Hersteller jetzt auf Wunsch mit einem Mild-Hybrid-System ausstattet. "City Cars sind das Segment, in dem wir uns stark fühlen", sagt Napolitano im Gespräch mit der Heilbronner Stimme. Fiat wolle endlich mitspielen in der Hybrid-Welt, und dafür seien 500 und Panda Mild-Hybrid bestens geeignet. "Damit können wir den kompletten Markt für Stadtfahrzeuge abdecken."

Unter der Haube von 500er und Panda schlägt das gleiche Herz: Ein Dreizylinder-Benziner mit 70 PS und 92 Newtonmeter Drehmoment sorgt für moderaten Vortrieb. Der mit 77 Kilogramm relativ leichte Saugmotor wurde laut Fiat speziell für den Einsatz in den beiden Hybriden entwickelt und ist an eine Sechsgang-Schaltung gekoppelt. Bremsenergie wird in einer Lithium-Ionen-Batterie gespeichert und bei Bedarf − zum Beispiel beim Anfahren und Beschleunigen − über einen mit dem Motor verbundenen Riemen-Starter-Generator wieder zur Verfügung gestellt.

Das System ermöglicht zudem, dass der Motor schon bei weniger als 30 km/h abgeschaltet werden kann, um ihn bei Bedarf verzögerungsfrei wieder anzuwerfen. "Das reduziert den Verbrauch erheblich", verspricht Chefentwickler Carlo De Marino. Beim 500er seien bis zu 19 Prozent, beim Panda gar bis zu 31 Prozent Ersparnis möglich. Laut Datenblatt verbrauchen die beiden Modelle 4,1 Liter, was einem CO2-Ausstoß von 93 Gramm pro Kilometer entspricht.

Startschuss für die E-Offensive

Zwei Modelle, identisches Herz: Sowohl im 500er als auch im Panda Hybrid kommt ein Dreizylinder-Benziner mit 70 PS zum Einsatz.

Fotos: Fiat

Der Riemen-Starter-Generator der Hybridmodelle ist laut De Marino für einen schnellen und geräuschlosen Start an der Ampel verantwortlich, was für spürbar mehr Komfort sorge. Darüber hinaus sind die Hybriden unter anderem mit Fahrtdiagrammen und einer Energieflussanzeige im Cockpit ausgestattet. Die exklusive Farbe Tau-Grün, die in Richtung Hellblau geht, ist den Hybriden ebenso vorbehalten wie ein neues Hybrid-Logo an der B-Säule sowie ein Schriftzug am Heck. Neue Wege geht Fiat nach eigenen Worten bei den Sitzbezügen − hier arbeitet man mit der Initiative Seaqual zusammen und verwendet recycelten Plastikmüll, der an Land gesammelt und auch aus dem Meer gefischt wurde.

Und die Preise? Die beginnen beim Fiat Panda Hybrid bei 13.490 Euro, eine speziell ausstaffierte Launch Edition kostet 15.190 Euro. Der Fiat 500 Hybrid ist etwas teurer und startet bei 13.990 Euro, die Launch Editionen des 500ers kosten 17.990 Euro sowie 20.590 Euro (Cabrio).

 

Alexander Rülke

Alexander Rülke

Stv. Ressortleiter Leben und Freizeit

Alexander Rülke ist im Ressort Leben und Freizeit für die Sonderveröffentlichungen des Medienunternehmens zuständig. Dazu gehören unter anderem das Wochenendmagazin Freizeit sowie die Autostimme. Der gebürtige Heilbronner interessiert sich für alle Neuigkeiten auf vier Rädern und ist in der Redaktion zudem Ansprechpartner für Themen rund um Heavy Metal.

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