Viel Lob für Geschichten aus der Heimat

Pfedelbach  Beim Vor-Ort-Besuch des Chefredakteurs wird über die finanziellen Corona-Folgen insbesondere für die Bäder diskutiert.

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Uwe Ralf Heer, Chefredakteur (links), und HZ-Redakteurin Bettina Hachenberg (vierte von links) sprechen mit Lesern aus der Gemeinde Pfedelbach.

Foto: Stefanie Jani

Gäste bringen gewöhnlich Geschenke mit. Das gilt auch für Uwe Ralf Heer, Chefredakteur der Heilbronner Stimme/Kraichgau Stimme/Hohenloher Zeitung, der im Rahmen der Reihe "50 Wochen - 50 Orte" am Freitagvormittag die Gemeinde Pfedelbach besucht. Im Gepäck hat er die Briefmarke, die eigens für die Aktion von jeder Gemeinde angefertigt wurde. "Die Pfedelbacher wird mit am besten nachgefragt", stellt Heer fest und für jeden Gast gibt es ein Exemplar. Bürgermeister Torsten Kunkel und viele alteingesessene Pfedelbacher, ehemalige und aktuelle Gemeinderäte diskutieren vor dem Schloss, wo das Stimme-Info-Mobil aufgebaut ist.

Corona-Krise als Thema

"Was treibt die Gemeinde um?", will der Chefredakteur wissen. "Die Auswirkungen der Corona-Krise" ist die prompte Antwort von Gemeinderat Michael Schenk. Kunkel ergänzt: "Die richtigen Auswirkungen werden wir nächstes Jahr zu spüren bekommen." Im Moment könnte man es nur schätzen, der Herbst bringe mehr Klarheit.

50-Wochen-Aktion

Über Corona wird noch weiter diskutiert, aber auch über die 50-Wochen-Aktion der HZ. Und so kommt auch mal ein Chefredakteur fast zu einem verlegenen Grinsen. Als Kunkel fragt "Wer hat's erfunden?", meldet sich Heer als Ideengeber zu Wort. "Ich find' es toll", betont Kunkel. Hans-Jürgen Gaßner lobt, dass die Ortsspaziergänge von nicht mit der Gemeinde vertrauten Redakteuren geschrieben werden. "Ich musste sehr schmunzeln über die gefühlten 50 Kreisverkehre."

Die für Pfedelbach zuständige HZ-Redakteurin Bettina Hachenberg hebt die vielen Bilder der Heimatreporter von Meine.Stimme hervor. 114 Bilder aus der Gemeinde haben fleißige Fotografen der Online-Redaktion zukommen lassen. Während sich bereits das zweite Brautpaar während des Vor-Ort-Besuchs auf die Zeremonie in der Schlosskapelle vorbereitet, stößt Gemeinderat Fritz-Martin Mozer zur Gruppe, die immer wieder akustisch gegen die Kirchenglocken ankämpfen muss.

Corona ist problematisch vor allem für die Finanzen der Bäder

Neben den Finanzen bleiben die Bäder das Thema, das die Gemeinde derzeit am meisten beschäftigt. "Nächstes Jahr wird das Hallenbad 50, es im selben Jahr zu schließen, das können wir nicht machen", findet Michael Schenk. Würde jeder Einwohner, auch Kinder, 50 Euro pro Jahr zahlen, könnte man den Verlust ausgleichen. Coronabedingt würde in diesem Jahr das Untersteinbacher Bad nur schleppend laufen. "Das Hallenbad würde mir schon sehr fehlen", bedauert auch Annemarie Gaßner, die sich als einzige Frau neben den Redakteurinnen in die Männerriege gereiht hat.

Natürlich wäre die beste Diskussion nichts ohne kritische Worte. Hans Wolf meint: "Mir ist manchmal zu viel über Bad Mergentheim drin." Hans-Jürgen Gaßner wirft ein: "Ich krieg' das Bilderrätsel nie raus." Kunkel wünscht sich mehr Berichte über die Arbeit der Feuerwehr. "Ich bin gespannt, ob generell das Vereinsleben wieder anspringt", sagt Schenk. "Wie sieht die Zeitung in 20 Jahren aus?", fragt Mozer. "Es wird ein Luxusgut sein", antwortet Heer. Abos würden weniger, dafür würde sich das digitale Angebot erweitern. Doch Zeitungen werde es immer geben, die Demokratie brauche eine Wächterfunktion. Die Gäste nicken und die Glocken läuten.

Am Ende hat Kunkel sogar eine Idee für eine besondere Zusammenarbeit zwischen HZ und Gemeinde. "Wenn die Stimme nächstes Jahr 75-jähriges Bestehen hat und wir 50 Jahre Hallenbad, können wir ja gemeinsam feiern."


Stefanie Jani

Stefanie Jani

Autorin

Stefanie Jani schnupperte schon zu Schulzeiten in die journalistische Arbeit der Stimme. Nach dem Studium in Regensburg und verschiedenen Praktika kehrte sie zurück in die Heimat und ist seit 2011 Redakteurin in Hohenlohe.

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