Klettern, toben oder die Seele baumeln lassen

Öhringen  Bewegungsmuffel sind die Öhringer nicht: Das fällt einem immer wieder ins Auge, wenn man entlang der Parks, Spielplätze und sonstigen Angebote im Freien schlendert. Alle Altersschichten sind zu verschiedensten Tageszeiten zu Gange. Besonders im Bereich der Cappelaue ist die Vielfalt groß.

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Tanja Henatsch beim Fitnessprogramm im neuen Sportparcours.

An einem sonnigen Samstag probieren Kinder und Spaziergänger den neuen Sportparcours aus. Tafeln geben Anweisungen, was zu tun ist, so dass sich das Fitnessstudio ins Freie verlagern lässt. Wer es richtig drauf anlegt, gerät ganz schön ins Schwitzen. Tanja Henatsch ist mit ihrer Familie bei der Schwiegermutter in Öhringen zu Besuch und hat gleich die Gelegenheit für etwas Sport genutzt. "Ich finde es toll, was Öhringen in dem Bereich zu bieten hat." Sie ergänzt: "Ich bin schwer begeistert, so was wünschen wir uns für unseren Stadtteil in Hamburg."

Auf dem Areal des Rollsportvereins drehen die Vereinsmitglieder ihre Runden. Aber auch wer sich etwas in Inlines oder Rollschuhen üben will, kann das Gelände außerhalb der Trainingszeiten nutzen.

Nur ein paar Meter weiter wird das Geräusch der Rollen durch das Gepolter der Basketbälle abgelöst. In verschiedenen Gruppen treffen sich Jugendliche zum Körbe werfen oder einfach zum Freunde treffen und chillen. "Wir kommen fast jeden Tag her, wenn es geht", erzählen zwei 15-jährige Öhringerinnen, die es sich in der Abendsonne am Spielfeldrand gemütlich gemacht haben. "Heute sind wir zu zweit, aber es kann auch sein, dass wir mal 20 sind", erzählt die junge Frau. Obwohl der Platz oft gut gefüllt, ist, gehe es friedlich zu. Auch eine Gruppe 17-jähriger Jungs ist sich einig, dass Öhringen gerade für junge Menschen viel zu bieten habe. Wer nicht beim Basketballplatz ist, trifft sich als Jugendlicher auch am Jugendpavillon, den die Stadt vor vier Jahren gebaut hat. Jeden Tag gibt es ein Angebot für junge Menschen. Heute gehe es um Basteln und Spielen, genauer gesagt um einen Kreativ-Wettbewerb, der sich "Wie geht es dir" nennt, erklärt Evgeniya Lvoua, eine der Betreuerinnen. Es sei immer irgendetwas los. Ein paar Meter weiter wagen sich ein paar Jungs mit dem Roller auf die Skaterbahn.

Klettern, toben oder die Seele baumeln lassen

Lill Wein (3) testet die Rutsche beim Römerspielplatz.

Etwas ruhiger geht es in diesen Tagen beim beliebten Kletterturm zu. Geklettert wird mit Voranmeldung. Auf vier Ebenen erproben Kletterer Mut und Geschicklichkeit und werden mit einem Blick auf Öhringen belohnt.

Die zweijährige Charlotte lässt sich den Sand zwischen den Zehen durchrieseln. Zusammen mit Vater Jasmin Mehovic kommt sie öfter an den Spielplatz bei der Hohenloher Scheune mit der charakteristischen Röhrenrutsche.

"Wir wohnen in der Nähe, da bietet sich das an", erzählt der gebürtige Öhringer und fügt noch an: "Es hat sich im Vergleich zu früher gerade bei den Spielplätzen viel verändert." Tatsächlich haben Nachwuchs und Eltern die Wahl zwischen 58 öffentlichen städtischen Spielplätzen in der Stadt und den Stadtteilen. Einer der neuesten, ganz im Römerstil, steht im Neubaugebiet Mannlehenfeld II. Um den Römerturm zu erklimmen, kommen auch Gäste, die nicht im Wohngebiet leben. "Wir sind hier, weil es mal was anderes ist", sagt Evelyn Wein aus Michelbach, die mit Mutter Monika Friedel und Sohn Johann (2) eine Pause auf der Bank eingelegt hat. Tochter Lilli (3) mag vor allem den Turm mit der langen Rutsche. Ähnlich geht es auch den Töchtern von Valentina Bennert. "Bei uns ist es allerdings der Rapunzelturm", meint die Mutter lachend, die mit ihren Töchtern Ella und Amalia den Spielplatz besucht. Doch in der heißen Mittagssonne machen sie sich lieber auf den nahegelegenen Heimweg. Wer lieber den Schatten in der Natur genießen will, hat auch dazu in Öhringen gute Chancen. Am Ohrnstrand etwa kann genüsslich auch mal gar nichts getan werden.

 

Stefanie Jani

Stefanie Jani

Autorin

Stefanie Jani schnupperte schon zu Schulzeiten in die journalistische Arbeit der Stimme. Nach dem Studium in Regensburg und verschiedenen Praktika kehrte sie zurück in die Heimat und ist seit 2011 Redakteurin in Hohenlohe.

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