Der Charme der Teilorte

Öhringen  Wein, Freibad, Flüsse. Eine Tour führt rund um Öhringen. In 15 Ortschaften gibt es charmante Dinge zu entdecken.

Email

Ein wunderschönes Fleckchen Erde ist das Wehr bei Möglingen. Der Kocher hat aber auch seine Tücken. Foto: Tscherwitschke

Eine Stadt, zwei Flüsse. Wie das geht? Öhringen selbst liegt an der Ohrn, Möglingen und Ohrnberg am Kocher. Doch rund um die Große Kreisstadt gibt es auch respektable Anstiege und damit Aussichten. Beispielsweise bei Verrenberg, bekannt von seiner hervorragenden Weinlage. Reben wachsen am Golberg und bieten eine gute Auswahl an edlen Tropfen. Mit dem Rad muss man nur die Landesstraße queren, vorbei an den Logistikern, dann quer über die Felder. Und schon ist man im kleinen Schwöllbronn, das beim Wettbewerb "Unser Dorf soll schöner werden" völlig berechtigt die Silbermedaille geholt hat. Rosen blühen vor warmen Steinmauern. Das schmucke Dorfgemeinschaftshaus zeugt vom Zusammenhalt der Schwöllbronner.

Obstbau spielt wichtige Rolle

Von dort ist man schnell in Baumerlenbach. Links des Weges wachsen Erdbeeren, rechts stehe Reihen stattlicher Obstbäume. Gleich drei große Obsthöfe stehen in Baumerlenbach. Die Familien Rembold, Knorr und Zeyer haben Äpfel, Kirschen, Zwetschgen und mehr. Aktuell wird noch etwas anderes gebaut: Ein kleines Wohngebiet entsteht.

Den Berg abwärts sieht man den Kocher hinter der letzten Wegbiegung blitzen. Ein idyllisches Fleckchen Erde ist Möglingen, besonders dann, wenn sich der Kirchturm im Wasser spiegelt. Das Wasser ist es aber auch, das dem hübschen Ort, direkt am Kocher-Jagst-Radweg gelegen, Probleme bereiten kann. Nicht nur einmal bekamen die Möglinger die Macht der Fluten zu spüren. An der Kirchenmauer erinnern Marken an erreichte Höchststände.

Ohrntalradweg mit sieben bunten Brücken

Der Charme der Teilorte

Unser Dorf soll schöner werden, das ist immer noch Maxime in Schwöllbronn.

Foto: Yvonne Tscherwitschke

Über das Eisenbahnbrückchen und an frisch gepflanzten Nussbäumen vorbei geht es Richtung Ohrnberg. Rund um die Kirche in der Ortsmitte ist auch hier die letzten Jahre viel gebaut und saniert worden. Der Ohrntalradweg bringt nun Radler, Jogger und Skater in den schönen Ort. Über sieben verschiedenfarbige Brücken erreicht der Radler Unterohrn und Möhrig, das seit 2008 wegen der geringen Abstände zur Kernstadt gehört. Zwei Stadtteile, die ineinander übergehen, die Gastronomie, Gemüseanbau und ein Pflegeheim haben - und den Wohnbau-Schwerpunkt Büttelbronner Höhe, der zum nächsten Ort den Bogen schlägt: zu Büttelbronn. Auch hier lässt es sich gut leben und über den Berg ist man schnell in Unter- und Obermaßholderbach, zwei landwirtschaftlich geprägte Orte.

Kurioses Museum

Nimmt man den Betonweg, dann lässt man das ständig wachsende Neubaugebiet Limespark rechter Hand liegen, kommt nach Cappel. Dass es hier ein Meeresmuseum gibt, das wissen die wenigsten, ein Besuch aber lohnt auf jeden Fall. Der Limesblick, der den Ort weithin sichtbar überragt, ist beliebter Aussichtspunkt. Fußläufig darunter ist an den Wochenenenden die Hohenloher Scheune geöffnet, ein beliebter Treffpunkt der nach der Landesgartenschau der Stadt erhalten blieb.

Verwirrende Grenzen

Der Charme der Teilorte

Die Limesplattform bei Cappel bietet herrliche Fernsicht und ist selbst ein Blickfang.

Foto: Stephanie Rüdele

Doch ehe es über das Laga-Gelände zurück geht, führt der Weg noch nach Eckartsweiler und Weinsbach, letzterer ein lange Zeit vergessener Ort, der gerade zum Leben erwacht, in dem viel gebaut werden soll. Untersöllbach und Michelbach sind zwei Orte, die Richtung Neuenstein liegen. Dorthin gehört Obersöllbach. Das sorgt hin und wieder für Verwirrung.

Michelbach kennen vor allem Familien, die im Sommer das kleine Freibad dem großen Freizeitbad vorziehen. Dort ist Homebase der aktiven DLRG. Dort ist der Keller der daran erinnert, dass auch in Michelbach hervorragender Wein angebaut wird. An den Hängen, die hoch nach Waldenburg führen. Und so endet die Berg- und Taltour, am besten mit einem Vesper an der Scheune.

 

Einwohner
Die Ortsteile und die Zahl ihrer Einwohner: Baumerlenbach 642, Büttelbronn 326, Michelbach 1229, Möglingen, 249, Obermaßholderbach 122, Ohrnberg 711, Schwöllbronn 125, Untermaßholderbach 107, Unterohrn 341, Verrenberg 725, Cappel 1091, Eckartsweiler 95, Untersöllbach 84, Weinsbach 119. Möhrig gehört seit 2008 zur Stadt.

 

Yvonne Tscherwitschke

Yvonne Tscherwitschke

stv. Redaktionsleiterin Hohenloher Zeitung

Yvonne Tscherwitschke ist seit 1994 bei der Heilbronner Stimme. Als gebürtige Hohenloherin weiß sie, welche Geschichten die Hohenloher interessieren.

Zurück zur Übersicht



Kommentar hinzufügen