Freie-Schule-Anne-Sophie eine der ersten Privatschulen

Künzelsau  Während Corona zeigten sich die Stärken der gut ausgestatteten Privatschule. Umfrage unter Eltern, Lehrern und Schülern gibt gute Noten

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In Sachen Digitalisierung hat die Corona-Krise die sowieso bereits sehr gut ausgestattete und sehr moderne Freie-Schule-Anne-Sophie noch weiter nach vorne gepuscht.

Foto : privat

Gerade in den letzten Corona-Wochen hat eine Schule nicht für Schlagzeilen gesorgt: die Freie-Schule-Anne-Sophie in Künzelsau (FSAS). Warum auch? Auch ohne Corona sind Schüler und Lehrer dort vernetzt und digital betrachtet auf dem neusten Stand. Und vor allem: Lehrer wie auch Schüler können mit der Technik umgehen, zumal es zwei ITler gibt, die dafür sorgen, dass alles einwandfrei funktioniert.

Hardware für Schüler

An der FSAS ist es längst Routine, dass Schüler einen eigenen Laptop haben. Eltern sind es gewohnt, die Briefe digital zu erhalten.Was zusätzlich durch Corona nötig wurde, wurde eben auch noch gewuppt. Eine Evaluierung hat nun gezeigt, dass es für Schüler, Lehrer und Eltern gut lief. "Das war uns wichtig, um zu sehen, wo wir nachjustieren müssen", sagt Wolfgang Schiele, Mitglied der Schulleitung, mit Blick auf neue Herausforderungen in der Zukunft.

"Die Eltern sind zufrieden und glücklich, dass es so gut lief und die Kinder ab dem Lernjahr sieben alle schuleigene Laptops haben", sagt Schiele. Die Eltern hätten es auch gut gefunden, dass sich die Schule auf eine Plattform zum Datenaustausch beschränkt habe und nur zwei Portale für Videokonferenzen genutzt wurden. Ausdrücklich gelobt wurde, dass deutlich geworden sei, dass die Lehrer diese Techniken auch beherrschen. Das war wohl nicht an jeder Schule so.

Geübt im Umgang mit Software

Was für die Eltern schwierig war: "Wir haben uns an den Stundenplan gehalten. Das hat dazu geführt, dass es Überschneidungen mit dem Home-Office der Eltern gab, teilweise zu viele Personen gleichzeitig im Netz waren", sagt Schiele. Die Schüler der FSAS haben Anwesenheitspflicht, müssen sich wie im richtigen Schulleben auch abmelden.

Im Grundschulbereich, sagt Schiele, habe es anfangs ein wenig gedauert. Nicht alle Lehrkräfte seien gleich mit der Technik zu 100 Prozent vertraut gewesen. Doch die Lehrer hätten sich schnell fortgebildet. Dafür gibt es eigens ein Qualifizierungsteam an der Schule, das Wissen weiter vermittelt. Nun wissen alle, sagt Schiele, wie man während der Meetings Gruppenarbeit organisiert und die Lerngruppen dann in den virtuellen Räumen besucht. "Der Großteil der 60 Lernbegleiter ist auf einem guten Stand", lobt Schiele.

Positive Rückmeldungen

Auch von Schülern und Lehrern kam positive Rückmeldung. Die Lehrer hätten sich zufrieden geäußert, auch wenn die Arbeitsbelastung höher gewesen sei. "Es hat noch mal ein anderes Zeitalter begonnen", sagt Schiele. Die Erfahrungen nun hätten gezeigt, dass Schule auch anders gehen kann. Gerade für die Schüler, die wegen des Leistungssports im Fechten beispielsweise oft unterwegs seien, sieht er nun die Möglichkeit, dass die Stoff in einer Woche Homeschooling in den Ferien nachholen.

"Schule hat sich verändert", sagt Schiele. Die Digitalisierung und der Umgang mit den Medien sei durch Corona noch intensiver und vertrauter geworden. Der Wissenszuwachs durch die Fortbildungen habe gerade bei den Basic-Fortbildungen zu den größten Aha-Effekten geführt. Und bei den Schülern? Die sind sowieso fit im Umgang mit neuen Medien und profitieren in Studium und Beruf davon, Präsentationen am PC und nicht am Tageslichtprojektor zu machen.

 

 

Yvonne Tscherwitschke

Yvonne Tscherwitschke

stv. Redaktionsleiterin Hohenloher Zeitung

Yvonne Tscherwitschke ist seit 1994 bei der Heilbronner Stimme. Als gebürtige Hohenloherin weiß sie, welche Geschichten die Hohenloher interessieren.

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