Leser stellen bei Vor-Ort-Aktion Fragen zur Heilbronner Stimme

Beilstein  Es kommen im Foyer des Beilsteiner Rathauses einige Themenvorschläge, Kritik und Lob zur Sprache. Gerade auch die Arbeit der Austräger wurde von den Lesern hervorgehoben.

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Bei der Vor-Ort-Aktion der Heilbronner Stimme kommen Leserinnen und Leser mit Chefredakteur Uwe Ralf Heer (rechts) ins Gespräch.

Foto: Mario Berger

Dass sie ins Tal der Liebe zieht, hatte man ihr vor 44 Jahren gesagt, als sie von Stuttgart nach Beilstein kam. Über diesen Beinamen des Bottwartals könnte die Zeitung doch mal wieder berichten, schlug Renate Bopp beim Besuch der Heilbronner Stimme im Foyer des Rathauses vor. Im Rahmen der Aktion "50 Wochen - 50 Orte" beantworteten Chefredakteur Uwe Ralf Heer und Redakteurin Katharina Müller Fragen und nahmen Themenanregungen auf.

Etwa zum Angriff auf Beilstein, der sich am 16. April zum 75. Mal jährt, würde Günter Ziegler gern etwas in der Stimme lesen. Er erinnere sich noch genau an den Tag. Einige Häuser in der Hauptstraße brannten damals ab.

Mehr über Teilorte berichten

Die Teilorte müssten noch etwas öfter vorkommen, schlug eine Besucherin vor. Eine andere hatte Bilder vom Stocksberg dabei von früheren Wintern, in denen richtig viel Schnee lag. Ein Mann kritisierte die teils euphorische Berichterstattung über Autos. Das passe nicht mehr in die heutige Zeit.

Es gab aber auch Lob von den rund 20 Leserinnen und Lesern etwa für die Aktion "50 Wochen - 50 Orte". "Es ist toll, dass Sie das machen", sagt eine Beilsteinerin. Auch dass Oberstenfeld noch in der Stimme berücksichtigt werde, obwohl die Gemeinde im Kreis Ludwigsburg liegt, sei beachtlich.

Lob für die Zusteller

Annemarie Kämpf betonte, dass die Zustellerin, die bei ihr die Zeitung bringe, tolle Arbeit leistet. Sogar bei dem starken Sturm Anfang der Woche habe die Zeitung morgens im Briefkasten gelegen. "Nicht nur in der Rolle, da hätte sie ja nass werden können", hob Jürgen Kämpf anerkennend hervor. Diese positive Rückmeldung habe es öfter gegeben, freute sich Chefredakteur Uwe Ralf Heer.

Den Austrägern sei es freigestellt worden, bei Sturm auszutragen. Sie sollten sich keiner Gefahr aussetzen. Die zuverlässige Lieferung fand auch Ursula Teubler toll: "Es gibt nichts schöner als frühstücken mit der Zeitung." Das sei für sie die schönste Zeit des Tages. Günter Ziegler lässt sich die Zeitung sogar in den Urlaub nach Sylt nachschicken, erzählte er.

Wie die alten Ausgaben im Archiv der Heilbronner Stimme aufbewahrt werden, wollte ein Besucher wissen. "Auf Mikrofilm", informierte Uwe Ralf Heer. So könnten sie auch nachgedruckt werden. "Das ist ein tolles Geschenk zum Geburtstag", fand Annemarie Kämpf. Das Archiv reicht laut Heer bis 1946 zurück.

Nicht nur Vergangenes, sondern auch Zukunftsprojekte sollten in der Zeitung stattfinden, sagte Cornelia Spöhrle. "Auch ruhig ein bisschen Utopie." Wie wäre es zum Beispiel mit einer Seilbahn vom Stocksberg ins Weinsberger Tal?

 

Katharina Müller

Katharina Müller

Autorin

Katharina Müller arbeitet seit Januar 2019 bei der Heilbronner Stimme und kümmert sich in der Regionalredaktion um Themen aus dem nördlichen Landkreis. Zuständig ist sie für Bad Friedrichshall, Neckarsulm, Neuenstadt, Langenbrettach, Hardthausen und Jagsthausen.

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