Tempo 30 in Happenbach dominiert das Gespräch in Abstatt

Abstatt  Am Rathausplatz gab es von der Runde mit 14 Teilnehmern sowohl Lob als auch Kritik für die Heilbronner Stimme. Was auch im Gespräch deutlich wurde: Der Durchfahrtsverkehr in Abstatt ist laut Bürgern nicht zu vergleichen mit dem im Teilort Happenbach.

Email

Vielflältige Themen hatten die Abstatter beim Vor-Ort-Termin mit Uwe Ralf Heer anzubringen. Klar dominierte der Wunsch nach Tempo 30 in Happenbach.

Foto: Ralf Seidel

Als der x-te Lkw scheppernd durch die Abstatter Ortsdurchfahrt fuhr, mussten die Teilnehmer beim Vor-Ort-Termin der Heilbronner Stimme im Rahmen der Ation "50 Wochen - 50 Orte" auf dem Rathausplatz das Gespräch wenige Sekunden lang einstellen. Exemplarischer ging es wohl kaum: Lautstärke und Dichte des Durchfahrtsverkehrs sind im Kernort ein Problem.

Das schilderten die Anwesenden Chefredakteur Uwe Ralf Heer und Bürgermeister Klaus Zenth. Vergleichsweise sei der Schwerlastverkehr durch Abstatt jedoch "lächerlich gegenüber dem, was bei uns in Happenbach ist", schalteten sich Volker Kübler und Martin Schönfeld ein.

Im Abstatter Teilort fordern sie seit Jahren als Mitglieder der Bürgerinitiative "Tempo 30 jetzt!" genau wie die Gemeinde Abstatt eine Geschwindigkeitsdrosselung für die Landesstraße. Das Wirrwarr der Zuständigkeiten in dieser Sache erscheine ihm als Beteiligter wie ein Dschungel, merkte Martin Schönfeld an. Die Gemeinde selbst kann jedoch nicht entschieden, ob die Geschwindigkeitsbegrenzung kommt, sondern das Landratsamt als Untere Straßenverkehrsbehörde.

Seit 13. August blitzt es in Happenbach

Apropos Verkehrslärm: Ein Teilnehmer beim Vor-Ort-Termin berichtete, dass die Wirkung des lärmmindernden Asphalts auf der Autobahn spürbar sei.

Immerhin: Seit heute steht eine Blitzersäule in Happenbach und straft in beide Richtungen Temposünder ab. Für Volker Kübler ist das besser als nichts. Er fürchtet jedoch, dass die Autofahrer nach der Säule wieder beschleunigen. Tempo 30 bleibe aber eine realistischste Forderung mit hoher Priorität, sagt Kübler. Martin Schönfeld hatte Anmerkungen zur Stimme-Berichterstattung vorzubringen: "Kritische Themen werden angerissen, aber dann bleibt es dabei und es wird nicht mehr nachgehakt", schildert er seinen Eindruck. Er wünsche sich eine hartnäckigere Recherche in der Sache Happenbacher Ortsdurchfahrt.

Partnerschaftsverein hat Nachwuchsprobleme

Dafür gab es von anderen Teilnehmern Lob für das Format Stimme.tv und die "50 Wochen - 50 Orte"-Aktion. "Die Berichterstattung ist dadurch viel differenzierter", findet Erika Keppler. Die SPD-Rätin kam zum Treffen am Rathausplatz, um auf die Nachwuchsprobleme beim Partnerschaftsverein hinzuweisen. Jedes Jahr gebe es einen Austausch zwischen den deutschen und den französischen Kindern und Jugendlichen von Dinan-Léhon. Der Partnerschaftsverein habe jedoch Mühe, junge Abstatter dafür zu mobilisieren.

Franz Walter ist mit der Busverbindung nach Heilbronn zufrieden, bemängelte aber den Preis für eine Tageskarte von 6,20 Euro. "Wenn man will, dass die Leute auf den ÖPNV umsteigen, muss das günstiger werden."


Linda Möllers

Linda Möllers

Autorin

Linda Möllers kam im November 2019 aus Weinheim zur Heilbronner Stimme. Nach einem Jahr in der Lokalredaktion ist sie seit 2021 in der Jugendredaktion.

Zurück zur Übersicht



Kommentar hinzufügen