Die 500. Folge der Videokolumne 360 Grad

Region  Seit mehr als 12 Jahren bietet die Heilbronner Stimme mit der Videokolumne 360 Grad überraschende, spannende und exklusive Einblicke. Heute gibt es die 500. Folge zu sehen. Gedreht wurde sie in der neuen Mensa auf dem Heilbronner Bildungscampus.

Von unserer Redaktion
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Zur Klärung von vielen regionalen Themen wird an dieser Stelle seit mehr als zwölf Jahren das eine oder andere beigetragen. Heute erscheint dazu das 500. Video der Serie 360 Grad, produziert von Stimme.TV. Gedreht immer an unterschiedlichen Orten - ob im Heißluftballon, auf dem Kühlturm, in der Stadion-Baustelle, im OP-Saal oder gar unter Tage. Ausschnitte davon und so manchen Patzer gibt es in der Jubiläumsfolge zu sehen. In diesem Sinne: Gute Zeit!

Ist es nicht schön, mit welchen Themen sich Menschen mitunter intensiv beschäftigen? Oft sind es die kleineren Dinge des Lebens, die heftige Debatten auslösen. Gut zu erkennen ist dies bei all den Beiträgen - ob in den Leserbriefspalten oder bei Facebook - zur Universitätsstadt Heilbronn. Was die einen als Heilbronner Größenwahn bezeichnen, ist für die anderen eine berechtigte Auszeichnung für das auf dem Bildungsbereich Geleistete. Beide Seiten kamen bei uns zu Wort. Und man durfte durchaus manches Mal schmunzeln. Ab und an hilft es, sich ganz persönlich ein Bild über kommunale Entwicklungen zu machen, die zu derlei Auszeichnungen führen. 

Ein Spaziergang über den Bildungscampus Heilbronn macht deutlich, dass hier Visionäres und Zukunftsweisendes entstanden ist. Nicht nur baulich - auch thematisch. So mancher Uni-Campus im Land würde in einigen Bereichen gerne das Heilbronner Level erreichen. Jetzt auch, was die neu entstehende Campus-Mensa, die in wenigen Tagen eingeweiht wird, anbetrifft.

Wir haben in unserem 360-Grad-Video einen ersten Blick in diesen außergewöhnlichen Bau erhaschen können. Auf 1500 Quadratmetern entstand mit 530 Sitzplätzen eine hochmoderne dreigeschossige Mensa. Zwei Geschosse sind unterirdisch, und durch ein Tunnelsystem wird die gesamte Logistik abgewickelt. Akustik, Parkett, Großküche mit Tageslicht - eindrucksvoll. Da man sich an Architekturpreise gewöhnt hat - hierfür könnte es den nächsten geben.

Corona-Virus könnte Behördenkonstrukte fördern

Preisverdächtig ist so manch eine Entwicklung auf dem Gesundheitssektor, die in der Öffentlichkeit kaum wahrgenommen wird. So gibt es in vielen Fachbereichen der SLK-Kliniken Leistungs- und Forschungsangebote, die mitunter das toppen, was Universitätskrankenhäuser anbieten. Daher sollte man durchaus etwas lauter die PR-Trommel rühren. Klar ist aber auch, dass alle Verantwortlichen im Gesundheitsbereich derzeit ganz andere Herausforderungen bewältigen müssen. Je näher das Corona-Virus kommt, umso mehr Fragen stellen sich. Wir versuchen als Erklärzeitung zu erläutern, was regional bedeutsam ist. Wie Betriebe, Schulen, Kliniken oder Ämter vorbereitet sind, was getan wird, was getan werden sollte und was nur überflüssige Panikreaktionen sind.

Manchmal fördern solche Entwicklungen auch Behördenkonstrukte, mit denen sich lange niemand beschäftigt hat. Zum Beispiel Doppelt- und Dreifachstrukturen. Die Gesundheitsämter haben die Oberhoheit bei einem derartigen Vorgang. Sie können Menschen isolieren, Schulen und Betriebe schließen, Stadtviertel von der Außenwelt abschneiden. Es ist mit den Gesundheitsämtern jedoch so wie mit Schulbezirken, Straßenbauämtern oder früher den Polizeibehörden: Jeder Landkreis und jeder Stadtkreis hat eine eigene Behörde. Ob diese Zersplitterung schlagkräftig ist, wenn ab Freitagmittag nur noch der Anrufbeantworter erreichbar ist?

Die CDU auf Kandidatensuche

Fast schon eine Glaubensfrage ist so manche Kandidatensuche. Die CDU ist da dieser Tage gleich mehrfach gefordert. Einerseits geht es um den Bundesvorsitz der Union, wobei sich hier die Südwest-CDU schon sehr eindeutig pro Friedrich Merz positioniert. Der Heilbronner Thomas Strobl hat das am Aschermittwoch deutlich gemacht, und auch Christian von Stetten (Künzelsau) hat sich als einflussreicher Berliner Strippenzieher längst für den Sauerländer ausgesprochen.

Unklar ist dagegen, wer als CDU-Landtagskandidat für den Hohenlohekreis ins Rennen gehen wird. Die ersten Auftritte machen klar, dass es hier einen harten Zweikampf zwischen Rüdiger Volk und Arnulf von Eyb geben wird. Da wird mit harten Bandagen gekämpft. Auch anonym. Wir haben versucht, den Sachverhalt zu klären.


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