360 Grad: Spektakuläre Klima-Arena in Sinsheim

Heilbronn  Im neuen 360-Grad-Video gibt es Impressionen aus der Sinsheimer Klima-Arena. Schon kurz nach der Eröffnung erfährt dieses beeindruckende Projekt einen wahren Besucheransturm. Für 40 Millionen Euro entstand eine Anlage, die auf technische und spielerische Weise das Thema Klimawandel behandelt.

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Außerdem geht es in dem Web-Video um klare Aussagen und konkrete Perspektiven in der Automobilbranche, um eine lokale Posse mit anhaltendem Unmut sowie um verständlichen Ärger bei der Gesundheitsvorsorge.

Autogipfel

Niemand sollte die Gefahren verniedlichen, wenn es um den Transformationsprozess in der Automobilbranche geht. Das wurde beim Autogipfel von pro Region ebenso deutlich, wie bei vielen Bemühungen hinter den Kulissen. Das Gespräch der beiden Oberbürgermeister Hertwig und Mergel mit den Audi Konzern-Bossen ist da nur ein Mosaikstein von vielen. Wenn auch ein wichtiger.

Dass in den nächsten zehn Jahren nichts so bleiben wird, wie es ist, dürfte niemand mehr in Frage stellen. Es geht in erster Linie darum, wie man diesen Prozess begleitet und sicherstellt, dass möglichst viele Zukunftstechnologien in der Region verbleiben und damit Jobs langfristig gesichert werden.

Die Krise ist längst da, Zulieferer sowie Partner der Automobilfirmen spüren diese an sinkenden Umsätzen, weniger Aufträgen und geringeren Gewinnen. Nun ist die eine Seite, ob die Großunternehmen, die jahrelang sehr gut verdient haben, wegen ein paar Prozent weniger Gewinn gleich nach staatlicher Hilfe rufen dürfen. Zumal die kleineren Betriebe kaum gehört werden und ganz andere Sorgen haben − vor allem in unserer Region. Dort ist dieser Transformationsprozess nur mit hohen Investitionen und qualifiziertem Personal zu bewältigen. Daran mangelt es häufig. Und die Banken zeigen gerade diesen kleinen Betrieben die kalte Schulter, wenn sie Kredite beantragen, die sie für den Change-Prozess benötigen.

Klima-Arena

Als Dietmar Hopp vor fünf Jahren mit den Planungen der imposanten Klima-Arena in Sinsheim begonnen hatte, da konnte wohl niemand ahnen, dass dieses Thema bei der Einweihung des Projektes derart aktuell und brisant sein würde. Fakten und Aufklärung betreiben − und das auf spielerische, virtuelle und technisch spannende Art und Wiese, das soll die 40 Millionen Euro teure Klima-Arena. Und der Ansturm der Besucher am ersten Wochenende zeigt, dass man den Nerv der Menschen getroffen hat.

Selbst der Niedergang des Amazonas-Regenwaldes wird in Sinsheim thematisiert. Auch die düstere Zeitreise in Gletscherregionen im Jahr 2100 macht die Dramatik deutlich. Gezeigt werden aber auch Lösungsansätze. Noch gibt es sie...

Baugenehmigung

Eher in die Vergangenheit geht der Blick bei einer Lokalposse. Es sind oft die kleinen regionalen Geschichten, die heftig diskutiert werden. Wenn sie denn über die Lokalpresse den Weg an die Öffentlichkeit finden. Vielerorts wurde ja noch geschmunzelt, als der Möckmühler Bürgermeister quasi im Handstreich und ohne Genehmigung einen Radweg bauen ließ. Bis heute ist der Rechtsstreit noch immer nicht gelöst. Gleiches droht jetzt wohl mit dem privaten Hausanbau des Schultes in der Nachbargemeinde Neudenau.

Möckmühls Bürgermeister Stammer, übrigens früher selbst Bauamtsleiter, behauptet, es gebe eine Baugenehmigung, da müssten die Mitarbeiter im Landratsamt nur mal im Keller nachkramen. Bei allem Augenzwinkern ist ärgerlich, dass man wohl wieder ewig lang warten muss, bis hier Aufklärung erfolgt. Was für ein Stoff für einen humorvollen TV-Film − dessen Drehbuch man am Ende für völlig utopisch halten würde...

Krankenhäuser

Wenig Grund zum Lachen haben viele Hohenloher Bürger. Das nun vorgezogene frühzeitige Aus für die Künzelsauer Klinik mitsamt ungewisser Nachfolgeregelung für ein ambulantes Gesundheitszentrum sorgt für nachvollziehbaren Unmut im Kochertal. Zu oft wurden die Bürger enttäuscht. Die Barmherzigen Brüder, als Betreiber der Hohenloher Kliniken, sind gefordert, nachdem auch ihre Kommunikationspolitik zuletzt katastrophal war. Vielleicht liegt es ja wirklich daran, dass deren für Hohenlohe zuständiger Ex-Chef Thomas Weber nach seinem angekündigten Wechsel zu den Heilbronner SLK-Kliniken weitgehend freigestellt wurde. Er hätte solch einen sensiblen Prozess sicher anders begleitet. Statt dessen bereitet sich Weber nun auf dem Jakobsweg auf seine Heilbronner Herausforderungen vor −diese innere Einkehr würde manchem Hohenloher Entscheidungsträger sicher auch gut tun...


Uwe Ralf Heer

Uwe Ralf Heer

Chefredakteur

Uwe Ralf Heer ist seit 1991 bei der Heilbronner Stimme. Nach dem Volontariat war er Sportredakteur, stv. Ressortleiter Sport sowie ab 2001 Redaktionsleiter der Kraichgau Stimme in Eppingen und ab 2002 Redaktionsleiter der Hohenloher Zeitung in Öhringen. Seit 2006 ist er Chefredakteur und damit verantwortlich für alle journalistischen Angebote in Print, online und bei Stimme.TV

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