360 Grad: Höhepunkte vor dem Buga-Finale

Heilbronn  Im neuen 360-Grad-Video gibt es die besten Impressionen der zu Ende gehenden Bundesgartenschau sowie einen Streifzug über den Teil des Geländes, der erhalten bleibt.

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Außerdem geht es im Web-Video um ein außerordentliches Betriebsjubiläum mit hohem Besuch, um Weiterentwicklung im Kraichgau sowie um regionale Herausforderungen, die einen Schulterschluss nötig machen.

 


Abschied und Aufbruch gleichermaßen

Würth

Rekorde und neue Bestmarken sind und waren schon immer der wesentliche Antrieb für Reinhold Würth. Was der Schrauben-Milliardär in seinem Künzelsauer Unternehmen Jahr für Jahr an positiver (Ertrags-)Weiterentwicklung präsentiert hat, ist die eine Seite der Medaille. Die andere ist ein fast schon einzigartiger Rekord in Sachen Betriebszugehörigkeit: Vor 70 Jahren trat Reinhold Würth in das Unternehmen ein, noch heute ist er höchst aktiv an den richtungsweisenden Entscheidungen beteiligt. Der Festakt mit Ministerpräsident Winfried Kretschmann war daher natürlich mehr als „nur“ ein Dienstjubiläum. Ein Abend als Dankeschön von Mitarbeitern sowie der gesamten Region – natürlich würdig im eigenen Carmen-Würth-Forum gefeiert. Das Motto „Immer weiter“ gilt nach wie vor – für Reinhold Würth und die gesamte Firmengruppe.

Das sieht man an zahlreichen Großbauprojekten in der Region und ganz direkt am eigenen Carmen-Würth-Forum, das derzeit erweitert wird. Und darüber hinaus gilt der Blick des Jubilars auch der regionalen Gesamtentwicklung. Die steht auch bei der nächsten Veranstaltung der von Würth gegründeten Bürgerinitiative pro Region im Mittelpunkt, wenn es um die Zukunft der Automobilwirtschaft geht. Viele kritisieren ja, die lokale Politik würde sich zu wenig um den Fortbestand des wichtigen Industriezweiges kümmern. Doch am Rande des Festaktes wurde publik, dass Heilbronns OB Harry Mergel und sein Neckarsulmer Amtskollege Steffen Hertwig demnächst in Ingolstadt mit den Audi-Vorständen über dieses Thema diskutieren werden.

Eppingen

Diskussionen über Mittelzentren haben für die Allgemeinheit nicht die oberste Priorität. Doch das Ansinnen von Eppingen, genau denselben Status wie Neckarsulm oder Öhringen zu erhalten, ist berechtigt. Für eine prosperierende Stadt, wie es Eppingen nachweislich ist, macht das Sinn und ist durchaus von struktureller Bedeutung. Da sollten die veralteten Kriterien, die das Land vorsieht, schnell überarbeitet werden. Und wie sich Eppingen weiterentwickelt, das wird am besten bei den innerstädtisch gelungenen Vorbereitungen für die Gartenschau 2021 deutlich.

Buga

Nach der Gartenschau ist eben vor der Gartenschau. Jetzt wird aber erst einmal das letzte Kapitel des Heilbronner Sommermärchens beendet. Die Wehmut aller Beteiligten, aber auch der 92 000 Dauerkartenbesitzer ist fast schon greifbar. Das spüren wir selbst bei unseren Lokaltouren, wie am Montag auf der Fährlebühne. Und es wird wohl am Samstag im Holzpavillon nicht anders sein, wenn ab 18 Uhr unter anderem Harry Mergel, Hanspeter Faas und Thomas Strobl Bilanz ziehen und nach vorne blicken. Vielleicht erfährt man dann auch, was aus den stark frequentierten Veranstaltungslocations Holzpavillon und Fährlebühne wird. Während der Pavillon wohl schwer anderweitig unterzubringen ist, plädieren viele, die Fährlebühne an der Reederei regelmäßig in den Sommermonaten zur Eventbühne zu machen. Es gibt also auch nach der Buga einiges zu tun – für die Stadt und Heilbronn Marketing.

Ausblick

Mit einer Themenausgabe nimmt auch die Heilbronner Stimme am Montag Abschied von der Buga. Ob auf vielen hundert Zeitungsseiten oder in der aktuellen und ausführlichen Online-Berichterstattung – das blühende Leben hat uns und unsere Leser in Atem gehalten. Im aktuellen 360-Grad-Video zeigen wir daher viele Höhepunkte der Bundesgartenschau und zudem, welche Teile denn erhalten bleiben, wenn das Gelände ab Montag komplett abgeschirmt wird. Zuvor soll aber beim Abschlussevent gebührend gefeiert. Das dürfte für Buga-Macher Hanspeter Faas bei seiner voraussichtlich letzten Bundesgartenschau ein emotionaler Moment werden. Immerhin: Sein Team und die Menschen, Besucher, der engagierte und weiterhin aktive Freundeskreis sowie alle Mitwirkenden aus dieser Region haben die Buga zu einem Erfolg gemacht, der noch lange nachhallen wird und der für die Zukunft verpflichtet.


Uwe Ralf Heer

Uwe Ralf Heer

Chefredakteur

Uwe Ralf Heer ist seit 1991 bei der Heilbronner Stimme. Nach dem Volontariat war er Sportredakteur, stv. Ressortleiter Sport sowie ab 2001 Redaktionsleiter der Kraichgau Stimme in Eppingen und ab 2002 Redaktionsleiter der Hohenloher Zeitung in Öhringen. Seit 2006 ist er Chefredakteur und damit verantwortlich für alle journalistischen Angebote in Print, online und bei Stimme.TV

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