Tarifrunde für Edelmetall-Beschäftigte im Südwesten begonnen

Pforzheim (dpa/lsw)  In Pforzheim hat die Tarifrunde für die Beschäftigten der Edelmetallindustrie im Südwesten begonnen. Die IG Metall fordert für die rund 8000 Beschäftigten der Uhren,- Schmuck,- und Edelmetallindustrie im Land vier Prozent mehr Lohn, Perspektiven für die Zukunftssicherung und Arbeitszeitverkürzung bei Beschäftigungsproblemen mit Teillohnausgleich. Außerdem will die Gewerkschaft einen Ausbildungstarifvertrag durchsetzen, der Azubis und Studenten des dualen Studiums erfasst. «Es ist eine komplexe Materie», sagte ein Sprecher am Donnerstag. Für den Fall, dass die Arbeitgeber sich nicht kompromissbereit zeigten, schließe die Gewerkschaft kleinere coronakonforme Aktionen nicht aus.

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Die Tarifgemeinschaft des Bundesverbandes Schmuck, Uhren, Silberwaren und verwandte Industrien (BVSU) und des Edelmetallverbands Schwäbisch Gmünd verwies auf die schwierige Lage wegen der Pandemie. «Ziel der Tarifparteien in der anstehenden Verhandlungsrunde sollte ein Abschluss sein, der allen Beteiligten Stabilität auf dem Weg aus der Krise bringt und auch die Tarifbindung der Unternehmen langfristig stärkt», sagte BVSU-Hauptgeschäftsführer Guido Grohmann. Die Arbeitgeber streben betriebliche Entlastungen, eine Senkung der Arbeitskosten und automatische Möglichkeiten zur Differenzierung bei einzelnen Unternehmen in Krisensituationen an. Die Verhandlungen werden am 19. Mai fortgesetzt.

© dpa-infocom, dpa:210429-99-403322/3


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