Tarifeinigung für Beschäftigte im Groß- und Außenhandel

Stuttgart (dpa/lsw)  Mehrere Zehntausend Beschäftigte im Groß- und Außenhandel im Südwesten bekommen bald mehr Geld. Die Arbeitgeber und die Gewerkschaft Verdi einigten sich in der sechsten Verhandlungsrunde auf eine Aufstockung der Gehälter um 3 Prozent zum 1. Oktober, wie beide Seiten am Montag in Stuttgart bestätigten. Von März nächsten Jahres an kommen weitere 1,7 Prozent mehr Lohn obendrauf. Außerdem bekommen die Beschäftigten im Januar 2022 eine Einmalzahlung in Höhe von 84 Euro.

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Eine Warnweste mit der Aufschrift «ver.di».

Für Auszubildende gibt es von September dieses Jahres rückwirkend 40 Euro mehr. Ab September 2022 bekommen sie monatlich nochmals 30 Euro dazu. Die nun beschlossene Regelung gilt 25 Monate lang.

Verdi zeigte sich mit dem Tarifabschluss zufrieden. «Angesichts der pandemiebedingt schwierigen Rahmenbedingungen ist ein für beide Seiten akzeptabler Kompromiss gelungen», sagte Verdi-Verhandlungsführer Bernhard Franke. Die Arbeitgeberseite bewertete die Erhöhung als «schmerzhaft», wie der Verband grosshandel-bw erklärte. Die Weigerung der Gewerkschaft, in den Verhandlungen auf die Pandemiefolgen angemessen zu reagieren, stoße auf Arbeitgeberseite weiterhin auf Unverständnis, hieß es.

Beide Seiten machten unterschiedliche Angaben zur Beschäftigtenzahl im Groß- und Außenhandel im Südwesten. Die Arbeitgeberseite schätzte, dass rund 313.000 Menschen landesweit in der Branche arbeiten. Die Gewerkschaft sprach von 120.000 Beschäftigten.

© dpa-infocom, dpa:211018-99-642384/2


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