Sparsamer fahren mit Diesel-Loks: Bahn rüstet Züge nach

Stuttgart (dpa/lsw)  Die Bahn treibt den Einsatz sogenannter Fahrerassistenzsysteme in ihren Diesel-Lokomotiven im Südwesten voran. Anfang des Jahres waren in einem Pilotprojekt die ersten Fahrzeuge im sogenannten Netz 5 (Donau-Ostalb) damit ausgestattet worden, inzwischen sind es 41 und damit alle vom Typ VT 612 in Baden-Württemberg, wie eine Bahnsprecherin sagte. Ziel sei nun, die Technik auf die gesamte Diesellok-Flotte im Land auszuweiten. Das seien insgesamt etwa 170, wobei mit den VT 612 die besonders intensiv genutzten eben schon umgerüstet seien.

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Ein digitales Assistenzsystem ist im Führerstand eines Diesel-Triebwagens befestigt.

Das Regio-Energiesparsystem, kurz Resy, soll Lokführerinnen und Lokführern dabei helfen, vorausschauend zu fahren und damit Treibstoffverbrauch und CO2-Ausstoß zu senken. Es ermittelt den Angaben zufolge zum Beispiel, ab wann der Lokführer den Zug ausrollen lassen und trotzdem pünktlich am nächsten Halt sein kann. Bis August seien damit rund 460 000 Liter Diesel oder mehr als 1000 Tonnen CO2 eingespart worden, erklärte die Bahn. Das entspreche etwa sieben Prozent des gesamten Verbrauchs der Dieselloks in der DB-Region Baden-Württemberg.

Bundesweit hat DB Regio das System in 320 Dieselloks im Einsatz. Für elektrisch angetriebene Züge gibt es ein ähnliches System, das laut Bahn aber nicht Resy, sondern ESF-EBuLa (Energiesparendes Fahren - Elektronischer Buchfahrplan und Langsamfahrstellen) heißt und schon seit Jahren im Einsatz ist.

Landes-Verkehrsminister Winfried Hermann (Grüne) lobte die Initiative der Bahn. «Perspektivisch sollten im Bahnverkehr jedoch synthetische Kraftstoffe eingesetzt werden, die aus erneuerbaren Energien erzeugt sind und damit keinen negativen Einfluss auf das Klima haben.» Technisch sei das in naher Zukunft möglich. «Wir arbeiten daran.»


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