Bei Heilbronn könnte Porsche-Batteriefabrik entstehen

Stuttgart  Zur Produktion von Batteriezellen für Elektroautos prüft Porsche laut Unternehmenskreisen mehrere Standorte im Stammland Baden-Württemberg. Neben Tübingen könnten auch Gärtringen (Landkreis Böblingen) oder ein Ort bei Heilbronn für eine Ansiedlung infrage kommen. Mit dem Bau der Batteriefabrik von Valmet in Kirchardt hat das aber nichts zu tun.

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Unternehmenskreise bestätigten damit am Dienstag gegenüber der dpa entsprechende Informationen der „Stuttgarter Zeitung“ und der „Stuttgarter Nachrichten“. Demnach sind drei Standorte in der Prüfung. In den nächsten Wochen werde entschieden. „Wir wollen ja möglichst bald anfangen“, erklärte ein Porsche-Sprecher auf Anfrage unserer Zeitung. Bis dahin werde man keine weiteren Angaben machen.

 

Porsche hält sich bedeckt

Welcher Ort bei Heilbronn infrage kommt, ist bislang nicht bekannt. Porsche hält sich bedeckt. Kein Zusammenhang besteht dem Unternehmenssprecher zufolge zwischen dem Bau einer Batteriefabrik in Kirchardt und den Porsche-Plänen. Der finnische Automobilzulieferer Valmet, an dem der größte chinesische Hersteller von Lithium-Ionen-Batterien CATL beteiligt ist, wird dort Batteriesysteme fertigen, jedoch keine Zellen.

Porsche will Zellen fertigen, nicht nur Batteriesysteme

Porsche will mit dem eigens dafür gegründeten Joint Venture Cellforce dagegen auch die Zellen für seine Hochleistungssportwagen selbst herstellen. Die geplante Fabrik soll eine Kapazität von 100 Megawattstunden pro Jahr erreichen. Das sind Batteriezellen für rund 1000 Autos. Produktionsstart soll 2024 sein. 

 


Christian Gleichauf

Christian Gleichauf

Chefkorrespondent Wirtschaft

Christian Gleichauf schreibt über Menschen, Unternehmen und wirtschaftliche Entwicklungen in der Region Heilbronn-Franken. Seit dem Jahr 2000 ist der gebürtige Südbadener bei der Heilbronner Stimme.

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