Neue Streiks in Südwest-Omnibusgewerbe angekündigt

Sindelfingen (dpa/lsw)  Im Tarifkonflikt des privaten Omnibusgewerbes im Südwesten hat die Gewerkschaft Verdi neue Streiks angekündigt. Nach einer gescheiterten neunten Verhandlungsrunde mit der Arbeitgeberseite bereite man nun wieder Arbeitsniederlegungen vor, teilte Verdi am Dienstag mit. Weitere Details zu den Streiks, etwa zum Zeitpunkt und möglichen regionalen Schwerpunkten, nannte die Gewerkschaft zunächst nicht.

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Ziel sei es aber, dass die Streiks vor der nächsten Verhandlungsrunde mit den Arbeitgebern am 29. Oktober stattfinden sollten, sagte Verdi-Verhandlungsführerin Hanna Binder der Deutschen Presse-Agentur. Geplant seien auf regionaler Ebene zeitlich befristete Arbeitsniederlegungen. Man werde die Streiks kurzfristig ankündigen.

Verdi begründete den Schritt damit, dass der Arbeitgeberverband WBO bei der Verhandlungsrunde in Sindelfingen am Dienstag nicht bereit gewesen sei, sein Angebot bei der Bezahlung von Standzeiten für die Busfahrerinnen und Busfahrer zu verbessern. Der Arbeitgeberverband kritisierte das Vorgehen von Verdi. Man habe in der Sache Angebote gemacht, die die Gewerkschaft aber nicht habe akzeptieren wollen. Verdi habe dann die Verhandlungsrunde abgebrochen.

Zuletzt hatten Busfahrerinnen und Busfahrer im Südwesten Mitte September eine dreitägige Streikrunde abgehalten. Im Tarifstreit geht es unter anderem um Pausenregelungen sowie Nacht- und Sonntagszuschläge. Der Ausgang der Verhandlungen hat Auswirkungen auf rund 9000 Busfahrerinnen und Busfahrer im Südwesten.

© dpa-infocom, dpa:211019-99-654701/3


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