Maschinenbauer Festo verbucht erneut Umsatzminus

Esslingen (dpa/lsw)  Der Maschinenbauer Festo hat im vergangenen Jahr zum zweiten Mal hintereinander einen Umsatzrückgang verkraften müssen. Die Erlöse gingen im Jahresvergleich um 7,5 Prozent auf 2,8 Milliarden Euro zurück, wie das Unternehmen aus Esslingen am Montag mitteilte. Als Grund führte Vorstandschef Oliver Jung den coronabedingten Einbruch der Weltkonjunktur an. Der Familienkonzern hatte allerdings auch schon 2019 sinkende Erlöse verbucht. Der Rekordumsatz datiert von 2018 und lag bei 3,2 Milliarden Euro.

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Zum Nettoergebnis und zu weiteren Ergebniskennzahlen machte das Unternehmen keine konkreten Angaben. Jung sagte lediglich, dass Festo nach Steuern und Zinsen einen Gewinn erwirtschaftet habe. Zudem habe das operative Ergebnis leicht über dem Vorjahr gelegen. Zahlen veröffentlichte Festo hierzu jeweils ebenfalls nicht.

Das Unternehmen hatte auf die Corona-Krise unter anderem mit Sparmaßnahmen und Kurzarbeit reagiert. Inzwischen liefen die Geschäfte wieder vielversprechend, sagte Jung. Im ersten Quartal sei man im Jahresvergleich stark gewachsen. «Dennoch ist das Pandemie-Ende noch nicht abschätzbar. Wir setzen daher unseren Sparkurs fort.»

Festo verdient sein Geld unter anderem mit Automatisierungstechnik für die Auto- und Elektronikindustrie. Auch im Bereich Medizintechnik und Laborautomatisierung ist der Konzern verstärkt aktiv. Wie hoch die Umsatzanteile der verschiedenen Bereiche im Einzelnen sind, teilt das Unternehmen nicht mit. Der Konzern beschäftigt nach eigenen Angaben weltweit rund 21 000 Mitarbeiter.

© dpa-infocom, dpa:210412-99-174785/2


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