KI-Campus: Standort-Entscheidung könnte noch vor Wahl fallen

Stuttgart (dpa/lsw)  Die Entscheidung über einen Standort für den geplanten Innovationspark für künstliche Intelligenz (KI) in Baden-Württemberg könnte noch vor der Landtagswahl fallen. Im Optimalfall werde man das Wettbewerbsverfahren Ende Februar abschließen und einen Sieger verkünden, sagte Landeswirtschaftsministerin Nicole Hoffmeister-Kraut am Freitag in Stuttgart. Die CDU-Politikerin sprach allerdings von einem ambitionierten Zeitplan. Die Landtagswahl findet am 14. März statt.

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Nicole Hoffmeister-Kraut (CDU), Wirtschaftsministerin von Baden-Württemberg.

Das Wettbewerbsverfahren für den KI-Campus soll nach Vorstellungen des Ministeriums in Kürze anlaufen. Dazu werde das grün-schwarze Kabinett voraussichtlich am Dienstag die Eckpunkte für die Umsetzung des Innovationsparks beschließen, hieß es. Der Landtag hatte im Oktober im Grundsatz 50 Millionen Euro für das Projekt freigemacht. Für die Standortvergabe selbst sei - Stand jetzt - kein Kabinettsbeschluss mehr nötig, teilte das Wirtschaftsministerium mit. Bisher hätten rund ein halbes Dutzend Regionen Interesse am Innovationspark bekundet, hieß es. Details dazu blieben offen.

In dem Park sollen sich Wissenschaftler, Unternehmen und Investoren vernetzen und unter bestmöglichen Bedingungen arbeiten können. Dafür sollen dann auch große Rechenkapazitäten sowie Test- und Experimentieranlagen bereitgestellt werden. Als Vorbild sieht das Ministerium zum Beispiel den Technologiepark Adlershof in Berlin.


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