Warnstreiks in Metall- und Elektroindustrie haben begonnen

Stuttgart  Mit ersten Warnstreiks versucht die IG Metall, in der laufenden Tarifrunde für die Metall- und Elektroindustrie im Südwesten den Druck auf die Arbeitgeber zu erhöhen.

Von dpa
Email
Eine Fahne der IG Metall.

In der Nacht zum Dienstag ließen nach Gewerkschaftsangaben rund 350 Beschäftigte beim Bosch-Konzern in Stuttgart die Arbeit ruhen. Nach einer Kundgebung um 4.30 Uhr sei dann die ganze Schicht nach Hause gegangen, sagte Gewerkschaftssekretär Detlef Schwoon. Im Tagesverlauf sollte es den Angaben zufolge beim Automobilzulieferer Mahle Behr zu einer weiteren Kundgebung der Gewerkschaft mit einem Demo-Zug kommen. 

Gewerkschaft fordert vier Prozent mehr Lohn

Die IG Metall fordert vier Prozent mehr Lohn für die Beschäftigten. Wenn es im Betrieb schlecht läuft, sollen die Arbeitszeit zurückgefahren und der Lohnausfall ausgeglichen werden. Die Arbeitgeber bieten nach einer Nullrunde in diesem Jahr Lohnerhöhungen in noch unbekannter Höhe erst ab 2022 an und fordern, dass Krisenbetriebe bei bestimmten Bilanzzahlen ohne Nachverhandlungen mit der IG Metall automatisch vom Tarifvertrag abweichen können.

Die dritte Verhandlungsrunde der Südwest-Tarifparteien war am Donnerstag ohne Annäherung beendet worden. Die vierte Gesprächsrunde ist für den 9. März terminiert.


Kommentar hinzufügen