Autozulieferer ElringKlinger wieder in den roten Zahlen

Dettingen/Erms (dpa)  Der weltweite Einbruch der Autoproduktion hat den Zulieferer ElringKlinger wieder in die roten Zahlen gedrückt. Unter dem Strich stand im zweiten Quartal ein Minus von 35,5 Millionen Euro, wie das Unternehmen aus Dettingen/Erms am Freitag mitteilte. Das zweite Quartal 2019 hatte ElringKlinger auch schon mit einem Verlust abgeschlossen, damals waren es aber nur 8,6 Millionen Euro.

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Der Produktionsmitarbeiter Daniel Allenspacher des Autozulieferers ElringKlinger bei der Montage eines Medienmoduls auf einem Brenstoffzellenstack.

Auch beim Umsatz musste das Unternehmen als Folge der Corona-Krise kräftig Federn lassen. Die Erlöse gingen um fast 42 Prozent auf gut 252 Millionen Euro zurück. Vor allem in Europa und Nordamerika waren die Einbußen groß, in Asien dagegen liefen die Geschäfte im zweiten Quartal schon wieder deutlich besser. Auch habe ElringKlinger erneut besser abgeschnitten als der Markt insgesamt, hieß es.

Trotz eines Verlusts auch auf Halbjahressicht zeigte sich Vorstandschef Stefan Wolf insgesamt noch ganz zufrieden. «Trotz der Auswirkungen der Coronavirus-Pandemie sind unsere Halbjahreszahlen vergleichsweise robust», sagte er. «Das liegt auch an den Maßnahmen im Konzern, mit denen wir schnell auf die globale Ausbreitung reagiert haben, und am guten ersten Quartal.»

Das Programm zur Effizienzsteigerung liege auf Kurs, auch wenn Erfolge derzeit nicht auf allen Ebenen sichtbar würden. Einen Jahresausblick zu geben, gestalte sich allerdings immer noch schwierig. Man gehe weiterhin davon aus, bei der Umsatzentwicklung auch am Jahresende über der allgemeinen Marktentwicklung zu liegen. Die operative Marge werde «erkennbar» unter Vorjahresniveau liegen. 2019 hatte das Verhältnis von operativem Ergebnis zum Umsatz bei 3,7 Prozent und damit schon am unteren Ende der anvisierten Bandbreite gelegen.


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