Porsche will ökologische Standards sichtbar machen

Stuttgart  Porsche ist der erste Automobilhersteller, der einer Allianz beitritt, die ökologische, soziale und finanzielle Standards in der Wirtschaft entwickelt.

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Weltpremiere des Porsche Taycan
Für Oliver Blume, Vorstandsvorsitzender von Porsche, ist die gesamtgesellschaftliche Verantwortung des Unternehmens wichtig. Foto: dpa

Das Stuttgarter Unternehmen Porsche tritt nach Informationen der Heilbronner Stimme als erster Automobilhersteller einer industrieübergreifenden Allianz – der sogenannten Value Balancing Alliance - bei, die ökologische, soziale und finanzielle Standards in der Wirtschaft entwickelt.

„Porsche setzt seit jeher auf wertschaffendes und nachhaltiges Wachstum. Unsere gesellschaftliche Verantwortung nehmen wir aktiv wahr“, sagt Porsche-Chef Oliver Blume. Gemeinsam mit der Werteallianz wolle Porsche „Entscheidungsträgern ein Instrument geben, um langfristig Werte zu schaffen und zu schützen“, so Blume weiter.

Allianz im Sommer 2019 gegründet

Die Value Balancing Alliance wurde im Sommer dieses Jahres ins Leben gerufen. Gründungsmitglieder der gemeinnützigen Organisation mit Sitz in Frankfurt sind unter anderem BASF, Bosch, die Deutsche Bank und auch SAP. Ziel des Vereins ist es, einen Standard zu entwickeln, der die Wertbeiträge von Unternehmen in ökologischer, sozialer und finanzieller Hinsicht sichtbar macht und die Folgen auf die Gesellschaft und das Ökosystem bewertet.

Langfristig Teil der Bilanzen

Es ist geplant, innerhalb von drei Jahren ein Wertschaffungs-Modell zu entwickeln. Langfristig sollen die sozialen und ökologischen Auswirkungen ökonomischen Handelns auch in die Veröffentlichungs- und Berichtspflichten der teilnehmenden Unternehmen einfließen. Porsche erklärt, man trete für den gesamten VW-Konzern der Allianz bei.


Michael Schwarz

Chefkorrespondent Landespolitik

Michael Schwarz ist seit 2005 bei der Heilbronner Stimme. Landesregierung, Landtag, Parteien, Fraktionen, Politiker - Schwarz beobachtet rund um die Uhr die landespolitischen Akteure in Stuttgart und geht der Frage nach, ob diese einen guten Job machen.

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