Neue Brennelemente für Schweizer Kernkraftwerk Leibstadt

Leibstadt (dpa/lsw)  Das Schweizer Kernkraftwerk Leibstadt direkt an der deutschen Grenze bekommt neue Brennelemente. 120 der insgesamt 648 Brennelemente werden ausgetauscht, wie der Betreiber am Montag mitteilte. Während der jährlichen Routine-Inspektion, die am Montag begonnen hat, ist die Anlage von 1984 für knapp vier Wochen außer Betrieb.

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Blick auf das Kernkraftwerk Leibstadt
Blick auf das schweizerische Kernkraftwerk Leibstadt.

Das Kernkraftwerk Leibstadt liegt am Rhein, gegenüber der Gemeinde Dogern im Landkreis Waldshut. Es hat einen Siedewasserreaktor und ist der jüngste der fünf Schweizer Kernreaktoren.

Eines der ältesten weltweit noch betriebenen Atomkraftwerke steht ebenfalls auf Schweizer Boden. Beznau 1, etwa zehn Kilometer südlich von Leibstadt, ging 1969 ans Netz und läuft weiter. Das 1972 in Betrieb genommene Kernkraftwerk Mühleberg wird dagegen am 20. Dezember dieses Jahres stillgelegt und zurückgebaut. Die Betreiber sahen langfristig keinen rentablen Betrieb mehr möglich.

Die Schweiz hat 2017 per Volksabstimmung den Atomausstieg besiegelt. Allerdings dürfen die Anlagen noch so lange laufen, wie externe Prüfer sie als sicher einstufen.


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