Modellbauer Graupner meldet erneut Insolvenz an

Kirchheim (dpa/lsw)  Gut sechseinhalb Jahre nach der Übernahme durch ein südkoreanisches Unternehmen hat der traditionsreiche Modellbauer Graupner aus Kirchheim/Teck erneut Insolvenz angemeldet. Die deutsche Graupner/SJ werde künftig nicht mehr Teil der Herstellungs- und Vertriebskette des Mutterunternehmens in Südkorea sein, teilte der vorläufige Insolvenzverwalter Holger Blümle am Donnerstag mit. «Damit deutet sich nun das Ende einer Ära im Deutschen Modellbau und Handel von Komponenten zumindest unter dem Label Graupner an», sagte Blümle laut Mitteilung. Auch die Markenrechte liegen seit der ersten Insolvenz und der darauf folgenden Übernahme 2013 bei der südkoreanischen Muttergesellschaft.

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Blümle will den Geschäftsbetrieb nach eigenen Angaben zunächst aufrechterhalten, indem sämtliche Lagerbestände verkauft werden. Dabei geht es vor allem um Ersatzteile und Komponenten aus der Fernsteuerungstechnik. Graupner hat in Kirchheim noch 40 Beschäftigte. Das Unternehmen war 1930 in Stuttgart gegründet worden und ist unter anderem für das Modellflugzeug «Kleiner Uhu» bekannt.


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