Führt die Corona-Krise indirekt zu mehr Toten durch Ertrinken?

Vorsicht an unbewachten Gewässern
Die Rettungsschwimmer der DLRG sind an den Küsten dieses Jahr nicht in der üblichen Stärke vor Ort. Foto: imago images   Bild: Frank Röder via www.imago-images.de

Deutschland  Weil Schwimmbäder geschlossen oder nur begrenzt geöffnet haben, weichen viele auf Flüsse, Seen und Kanäle aus. Doch gerade dort besteht eine erhöhte Gefahr beim Baden. Auch durch Personalengpässe bei der DLRG.

Von Henrike Mielke


Freibäder sind nur eingeschränkt nutzbar, also ab an den See: So denken gerade viele. Am vergangenen Wochenende kam es zu mehreren tödlichen Badeunfällen an Flüssen und Seen. Gibt es mehr Tote durch Ertrinken als in den Vorjahren? "Es ist die Gefahr gegeben, dass es mehr werden, weil vermehrt unbewachte Gewässer aufgesucht werden", sagt Martin Holzhause von der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG). Zahlen für das Jahr 2020 gebe es noch nicht. Ohne Aufsicht Flüsse, Seen und Kanäle sind