Unwetterlage in Baden-Württemberg hat sich beruhigt

Stuttgart/Region  Der Sturm ist in Baden-Württemberg in der Nacht zum Freitag abgeflaut. Größere Einsätze wegen des Unwetters habe es zuletzt nicht mehr gegeben, berichteten die Polizeipräsidien am Freitagmorgen. Behinderungen meldet die Bahn.

Von dpa und unserer Redaktion
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Am Donnerstag hatte Sturmtief „Hendrik“ in vielen Teilen des Landes massive Schäden verursacht. Allein in der Region Heilbronn und im Hohenlohekreis schätzt die Polizei die bislang bekannten Schäden auf etwa 100.000 Euro. 

Für den Freitag erwartet der Deutsche Wetterdienst (DWD) im Norden Baden-Württembergs gebietsweise Windböen, ansonsten bleibt es den Prognosen zufolge ruhig. 

 

 

Deutsche Bahn: Weiterhin ist mit Verspätungen und Zugausfällen zu rechnen

Auch in vielen anderen Regionen Deutschlands dürfte der Sturm am Freitag noch zu spüren sein.  Der DWD meldete, tagsüber seien im Norden und in der Mitte Deutschlands erneut stürmische Böen oder auch Sturmböen zu erwarten - dazu einzelne Gewitter. Auf den Schienen kommt es nach Angaben der Deutschen Bahn weiterhin vereinzelt zu Verspätungen und Zugausfällen. Der Bahnverkehr sei am Morgen aber gut angelaufen, sagte ein Sprecher am Freitag. Im Nahverkehr sind besonders Verbindungen in Rheinland-Pfalz, Baden-Württemberg und Saarland von Einschränkungen betroffen.

>>Aktuelle Verkehrsmeldungen der Deutschen Bahn

Am Donnerstag hatte das Sturmfeld dem DWD zufolge das gesamte Bundesgebiet umfasst. Starker Wind und orkanartige Böen ließen Bäume umstürzen, sie kippten auf Schienen und Straßen, wo es entsprechend zu Verkehrsbehinderungen kam. Polizei und Feuerwehren rückten zu Hunderten Einsätzen aus. In mehreren Bundesländern wurden Menschen verletzt - etwa als Bäume oder Äste auf Autos stürzten.

Besonders heftig wütete der Herbststurm im Harz. Nach DWD-Messungen wurden auf dem Brocken Windgeschwindigkeiten um die 150 Kilometer pro Stunde erreicht. In vielen Städten wurden Zoos und andere Einrichtungen geschlossen, teils wegen der alten und hohen Baumbestände. Auch Parks und Gärten wurden mancherorts sicherheitshalber gesperrt, in Köln ein Teil des Dom-Vorplatzes. Die Bahn schaltete für Fahrgäste eine kostenlose Sonderhotline unter der Nummer 08000 996633.

Herbststurm „Hendrik“ sorgt neben reichlich Wind für Verwirrung

Das erste Sturmtief des Herbstes heißt „Hendrik“ - und sorgte damit für einige Verwirrung. Denn neben „Hendrik“ war auch Tief „Ignatz“ wetterbestimmend, zumindest bis Mittwoch, erklärte der Deutsche Wetterdienst (DWD) in Offenbach. Nachts habe sich dann ein Teiltief mit Namen „Hendrik II“ hervorgetan - und sei letztlich für den Sturm am Donnerstag verantwortlich gewesen. Der genaue Hergang müsse noch geklärt werden, heißt es beim DWD.

Die Namensgebung bei wetterbestimmenden Tief- und Hochdruckgebieten erfolgt nach einer alphabetischen Liste durch das Institut für Meteorologie der Freien Universität Berlin. Dazu werden für einen dreistelligen Betrag Patenschaften vergeben. Als nächstes folgt demnach „Jascha“.

Viel Sonne am Wochenende in Baden-Württemberg

Viel Sonne bei kühlen bis milden Temperaturen erwartet der Deutsche Wetterdienst am Wochenende in Baden-Württemberg. Am Samstagvormittag könne es gebietsweise neblig werden und Sprühregen geben, danach werde es meist heiter, teilte der DWD am Freitagmorgen mit. Die Temperaturen können am Samstag auf bis zu 13 Grad steigen. Auch am Sonntag erwarten die Meteorologen viel Sonne und Höchstwerte um 15 Grad. 

 


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