Südwest-SPD übt heftige Kritik an Palmers Verhalten

Stuttgart (dpa/lsw)  Der baden-württembergische SPD-Generalsekretär Sascha Binder sieht in den jüngsten Äußerungen von Tübingens Oberbürgermeister Boris Palmer (Grüne) eine gezielte Aktion. Palmer habe sich nicht nur im Ton vergriffen, er habe bewusst provozieren wollen und dafür zum wiederholten Male rassistische, ausgrenzende Sprache verwendet, sagte Binder am Samstag in Stuttgart. Palmer hatte zuvor auf Facebook mit Aussagen über den früheren Fußball-Nationalspieler Dennis Aogo für Empörung gesorgt.

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Sascha Binder, Landtagsabgeordneter der SPD Baden-Württemberg.

Binder sagte weiter: «Zu Recht wird deshalb nun die Frage gestellt, ob er diese Sprache und die damit einhergehende Einstellung so verinnerlicht hat, dass eine weitere politische Unterstützung seiner Person einer Akzeptanz und Duldung von Rassismus gleichkommt.» Er muss sich jetzt endlich und richtigerweise den Konsequenzen stellen. Die Grünen in Baden-Württemberg wollen Palmer aus der Partei ausschließen.

© dpa-infocom, dpa:210508-99-519723/2


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