Özdemir: Grün-Schwarz im Südwesten keine Vorentscheidung

Stuttgart (dpa/lsw)  Der Spitzenkandidat der Südwest-Grünen für die Bundestagswahl, Cem Özdemir, sieht in der grün-schwarzen Koalition in Baden-Württemberg kein Vorbild für Berlin. «Sie ist keine Vorentscheidung für den Bund», sagte Özdemir am Samstag beim Landesparteitag in Stuttgart. Die Suche nach einem Koalitionspartner sei etwas anderes als die Partnersuche auf einem Datingportal. «Elitepartner sehe ich nun wirklich keinen», sagte der Stuttgarter Bundestagsabgeordnete.

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Der Bundestagsabgeordnete Cem Özdemir (Bündnis 90/Die Grünen), spricht auf dem Online-Parteitag.

Mit der SPD eine Regierung zu bilden, reiche rechnerisch voraussichtlich nicht, und die Linke habe ein «Diktatorenproblem», sagte Özdemir. Die Union und ihr Kanzlerkandidat Armin Laschet wüssten nicht, was sie mit Macht anfangen sollten. «Warum will die CDU eigentlich Kanzlerin werden», fragte Özdemir in Anspielung auf die Nachfolge von Angela Merkel und fügte hinzu: «Warum will Laschet eigentlich ins Kanzleramt, außer um da zu wohnen?»

Die Bundes-Grünen mit Kanzlerkandidatin Annalena Baerbock sind in einigen Umfragen an CDU/CSU vorbeigezogen. Özdemir sagte weiter, in Baden-Württemberg werde der Erfolg von Grün-Schwarz daran gemessen, wie viele Tonnen klimaschädliches Kohlendioxid eingespart werden können. Die Grünen dürften nach ihrem klaren Erfolg bei der Landtagswahl nicht mehr zulassen, dass die CDU bremst.

© dpa-infocom, dpa:210508-99-518525/2


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