CDU-Kandidat Nopper führt bei OB-Wahl in Stuttgart

Stuttgart  Am Sonntagabend zeichnet sich bei der OB-Wahl in Stuttgart eine Führung des CDU-Kandidaten Frank Nopper ab. Sein stärkster Konkurrent Marian Schreier gestand seine Niederlage noch vor Auszählung aller Stimmen ein.

Von dpa

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Frank Nopper (CDU).

Bei der OB-Wahl in Stuttgart zeichnet sich im zweiten Wahlgang eine Führung des CDU-Kandidaten Frank Nopper ab. Nach Auszählung von 318 der 545 Wahlbezirke kam der amtierende Oberbürgermeister aus Backnang am Sonntagabend auf 42,4 Prozent der Stimmen. Sein stärkster Konkurrent, der unabhängige Bewerber Marian Schreier, konnte 37 Prozent der Stimmen für sich verbuchen. Stuttgarts Stadtrat Hannes Rockenbauch vom Fraktionsbündnis SÖS/Linke folgte auf dem dritten Platz mit 17,4 Prozent.

Noch bevor alle Stimmen ausgezählt waren, gestand Marian Schreier seine Niederlage gegen CDU-Mann Frank Nopper ein. Er wünsche ihm alles Gute für die Gestaltung der Stadt in den nächsten Jahren, sagte der Bürgermeister von Tengen bei Stuggi TV.

Schreier (30) war als unabhängiger Kandidat mit SPD-Parteibuch angetreten. Dass er überraschend deutlich auf dem zweiten Platz landete, wertete der 30-Jährige als Bestätigung dafür, dass man eine „Politik auch jenseits der etablierten und festgefahrenen Strukturen machen kann“. „Ich glaube, dass wir das sehr gut unter Beweis gestellt haben“, sagte Schreier. Er und sein Team hätten gezeigt, dass man in Schlagdistanz zu den etablierten Parteien kommen könne. Er werte das als „Zeichen dafür, dass sich politische Strukturen verändern“.

Insgesamt konnten 450.000 Wahlberechtigte abstimmen. Der amtierende Oberbürgermeister Fritz Kuhn (Grüne) trat nach acht Jahren an der Rathausspitze nicht wieder zur Wahl an. Nachdem keiner der Bewerber im ersten Wahlgang vor drei Wochen die absolute Mehrheit der Stimmen für sich verbuchen konnte, reicht in der offenen zweiten Abstimmung die einfache Mehrheit, also die meisten Stimmen.


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