Neu gewählter OB überrascht von deutlichem Wahlsieg

Radolfzell (dpa/lsw)  Der neu gewählte Oberbürgermeister von Radolfzell, Simon Gröger, hat sich über seinen deutlich Wahlsieg überrascht gezeigt. Eine so große Zustimmung habe er überhaupt nicht erwartet, sagte der parteilose Politiker am Montag. Er habe mit einem Ergebnis von knapp über 50 Prozent gerechnet.

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Mit mehr als 83 Prozent der Stimmen hatte sich der 36-Jährige gegen Amtsinhaber Martin Staab bei der Wahl zum Oberhaupt der

32.000-Einwohner-Stadt im Landkreis Konstanz durchgesetzt. Staab von der Freien Wählern hatte lediglich rund 14 Prozent der Stimmen auf sich vereint. Die Wahlbeteiligung betrug rund 54 Prozent.

Als Gründe für seinen deutlichen Wahlsieg sieht Gröger sein Engagement im Wahlkampf und die Stimmung in der Bevölkerung. Das Miteinander in Radolfzell habe gelitten. Konkret nannte Gröger, der bislang als Wirtschaftsförderer der Stadt Tuttlingen tätig ist, Defizite im Führungsstil von OB Staab und in dessen Zusammenarbeit mit dem Gemeinderat. Drei der fünf Gemeinderatsfraktionen hatten zur Wahl Grögers aufgerufen. Nach einer Amtszeit muss der 57 Jahre alte OB Staab das Rathaus von Radolfzell nun wieder verlassen.

Als Oberbürgermeister möchte der nun gewählte Nachfolger im Radolfzeller Rathaus für ein «gutes Miteinander in der Verwaltung» sorgen und die Fluktuation dort stoppen, wie Gröger sagte.

© dpa-infocom, dpa:211018-99-641183/2


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