Laut Lehrerverband sollten Kommunen über Schulöffnungen entscheiden

Stuttgart  Wegen der Corona-Pandemie haben manche Schüler seit Wochen ihre Schule nicht mehr von innen gesehen. Wie es nach den Osterferien weitergeht, ist noch offen. Die Lehrer stellen Forderungen - und erwarten gerne den Flickenteppich, der dadurch entstehen könnte.

Von dpa

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«Coronavirus» steht auf einer Tafel in einem leeren Klassenzimmer.

Nach den Osterferien sollten Kommunen, Gesundheitsämter und Schulträger nach Überzeugung des Deutschen Lehrerverbands am besten selbst entscheiden, ob sie den Fernunterricht beenden oder nicht. Für einen Präsenzunterricht müssten aber strenge Vorgaben gelten, sagte Verbandschef Heinz-Peter Meidinger den «Stuttgarter Nachrichten» und der «Stuttgarter Zeitung» (Mittwoch).

«Wir müssen flexibel vorgehen und können nur dort, wo zusätzliche Maßnahmen des Gesundheitsschutzes möglich sind - etwa Lehrerimpfungen oder verpflichtende Schnelltests - die Schulen auch bei etwas höheren Inzidenzen offen halten. Das sollte vor Ort entschieden werden.» Bei sehr hohen Inzidenzen sei dies sicher nicht möglich.

Die Kultusminister der Länder beraten an diesem Donnerstag über das weitere Vorgehen an den Schulen. In neun der 16 Bundesländer gehen am Sonntag die Osterferien zu Ende. In einigen Ländern ist schon wieder Unterricht, Hamburg hatte keine Osterferien und in Hessen und Schleswig-Holstein dauern die Ferien noch bis Ende kommender Woche. Viele Bundesländer haben für ihre Schulen bereits Pläne gemacht, in anderen wird noch beraten, wie es weitergeht.

So schickt zum Beispiel Brandenburg Schüler oberhalb der Grundschule erst einmal wieder in den «Fernunterricht». In Baden-Württemberg müssen sogar die Grundschüler und die Klassenstufen 5 und 6 zunächst wieder zu Hause bleiben. In anderen Ländern bleibt es nach derzeitigem Stand beim bisherigen Wechselbetrieb.

Nach Einschätzung Meidingers droht zwar bei strengen Vorgaben ein Flickenteppich von offenen und geschlossenen Schulen von Landkreis zu Landkreis. «Aber der beruht auf Vorgaben, die sich streng nach wissenschaftlichen Kriterien und vereinbarten Standards orientieren: Inzidenzzahlen, Impfquoten und der Anzahl obligatorischer Schnelltests», sagte der Verbandschef. «Das führt auch zu Ungerechtigkeiten, aber die Bildungsgerechtigkeit wird wegen Corona ohnehin auf eine harte Probe gestellt.»

 


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