Grüne und CDU nur formal einig über Tierversuche in Lehre

Stuttgart (dpa/lsw)  Grüne und CDU im Landtag haben der umstrittenen Gesetzesnovelle zu Tierversuchen in der Hochschul-Lehre im Wissenschaftsausschuss zugestimmt - endgültig einig sind sie sich aber nicht. Die CDU gab nach eigenen Angaben von Mittwoch zu Protokoll, dass sie sich weiterhin Änderungen wünscht, bevor das Gesetz im Dezember endgültig im Landtag beschlossen wird.

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Eine wissenschaftliche Mitarbeiterin einer Forschungseinrichtung hat eine Maus in der Hand.

Die Regelung sieht vor, dass in der Lehre auf die Verwendung von getöteten Tieren verzichtet werden soll, sofern «wissenschaftlich gleichwertige Lehrmethoden und -materialien zur Verfügung stehen» oder die mit dem Studium bezweckte Berufsbefähigung das zulasse. Die Hochschulen sollen zudem Lehrmethoden entwickeln, um Tierversuche zu vermeiden.

Den Hochschulen und auch der CDU geht das zu weit, sie fürchten um die Qualität der Lehre und um den Wissenschaftsstandort insgesamt. Die Grünen hingegen wollen die Vorgaben nicht lockern und verweisen darauf, dass man sich längst einig gewesen sei. Wissenschaftsministerin Theresia Bauer (Grüne) sagte, die Sorge um die Freiheit der Wissenschaft sei unbegründet. In anderen Bundesländern gebe es bereits ähnliche Regelungen.


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