Die Corona-Lockerungen im Überblick

Stuttgart/Region  Das Land erlässt zum Mittwoch, 1. Juli, eine neue Corona-Verordnung. Demnach dürfen sich nun im öffentlichen Raum 20 beliebige Personen treffen. Was sich sonst noch ändert, lesen Sie hier.

Von Anna-Lena Sieber und dpa

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Ab Mittwoch ist bei privaten Veranstaltungen mit nicht mehr als 100 Teilnehmern kein Hygienekonzept mehr nötig.

Foto: mick200/stock.adobe.com

Dieses Mal lockert die Landesregierung nicht einfach die bereits bestehende Corona-Verordnung. Der Übersichtlichkeit wegen bringt sie eine neue heraus. Aber nicht alles in der neuen Verordnung ist auch neu. Die Grundregeln gelten weiterhin.

So ist ein Abstand von mindestens 1,5 Metern einzuhalten, wo das möglich ist. Auch die Mundschutzpflicht bleibt, wenn es nicht möglich ist, den Abstand einzuhalten, wie beispielsweise in Bussen und Bahnen sowie in Einkaufsläden und -zentren. Auch bestimmte Berufsgruppen müssen weiterhin eine Maske tragen. Was sich aber ab heute ändert, haben wir hier in einem Überblick zusammengefasst.

  • Öffentlicher Raum: Ab heute dürfen sich im öffentlichen Raum nun genau wie im privaten Raum 20 Personen treffen. Die neue Verordnung unterscheidet nicht mehr zwischen privaten und öffentlichen Räumen.

  • Private Veranstaltungen: Ab dem 1. Juli ist bei privaten Veranstaltungen mit nicht mehr als 100 Teilnehmern kein Hygienekonzept mehr nötig. Dies gilt etwa für Geburtstags- oder Hochzeitsfeiern, Taufen und Familienfeiern. Auch tanzen ist, im Rahmen dieser Veranstaltungen, wieder erlaubt. Es gibt keine Unterscheidung mehr zwischen privaten und mietbaren Räumen. Bei den mietbaren Veranstaltungsstätten zählen die Beschäftigten des Veranstaltungsortes und sonstige Mitwirkende nicht zu den Teilnehmern.

  • Öffentliche Veranstaltungen: Ebenfalls ab heute sind Veranstaltungen mit bis zu 250 Personen wieder möglich, wenn den Teilnehmern für die gesamte Dauer der Veranstaltung feste Sitzplätze zugewiesen werden und die Veranstaltung einem zuvor festgelegten Programm folgt. Ab dem 1. August sind Veranstaltungen mit weniger als 500 Personen wieder erlaubt. Verboten bleiben bis zum 31. Oktober Veranstaltungen mit über 500 Teilnehmern.

  • Sport: Ab 1. Juli darf Fußball, Handball, Basketball oder Volleyball wieder ohne die bisherigen Abstandsregeln gespielt werden. Dann ist grundsätzlich der Trainings- und Wettkampfbetrieb in Mannschafts- und Kontaktsportarten wie Ringen oder Judo wieder möglich. Die Trainingsgruppen sollen maximal 20 Personen umfassen. Auch Wettkämpfe dürfen in Sportarten mit Körperkontakt wieder ausgetragen werden - mit maximal 100 Sportlern pro Wettbewerb und bis zu 100 Personen als Publikum. Bei fester Sitzordnung und zuvor festgelegtem Veranstaltungsprogramm sind maximal 250 Zuschauer zulässig. Ab dem 1. August werden dann insgesamt maximal 500 Sportler sowie Zuschauer zu einem Wettbewerb zugelassen.

  • Pflegeeinrichtungen: In den Pflegeeinrichtungen sollen künftig die Besuchszeiten nicht mehr begrenzt werden. Die Zahl der Besuchspersonen bleibt allerdings beschränkt: Bewohner können pro Tag zwei Besuche empfangen.

  • Musik- und Jugendkunstschulen: Bei Gruppenunterricht wird die maximale Gruppengröße auf 20 Personen festgelegt. Bei Unterricht in Gesang und an Blasinstrumenten gilt ein einheitlicher Zwei-Meter-Mindestabstand als maßgebliches Kriterium.

  • Bäder und Saunen: Schwimmkurse und Schwimmunterricht dürfen ausschließlich individuell oder in Gruppen bis maximal 20 Personen erfolgen. In Saunen sind Aufgüsse sowie Dampfbäder und Warmlufträume weiterhin untersagt. Das Duschen soll wieder erlaubt werden.

  • Beherbergungsverbot: Künftig ist die Beherbergung von Gästen verboten, wenn sie aus einem Stadt- oder Landkreis mit erhöhtem Infektionsgeschehen kommen. Maßgeblich ist dabei, ob die Zahl der Neuinfektionen in dem Kreis in den vergangenen sieben Tagen vor der Anreise pro 100 000 Einwohner höher als 50 war. Ausnahmen gelten für diejenigen Personen, die mit einem Attest belegen können, dass keine Infektion vorliegt.

 

 

 


Anna-Lena Sieber

Volontärin

Anna-Lena Sieber ist seit Oktober 2018 Volontärin bei der Heilbronner Stimme.

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