Corona-Lockerungen: Das ist ab Pfingsten wieder erlaubt

Baden-Württemberg  Ab Montag gibt es in Baden-Württemberg weitere Corona-Lockerungen. Was wieder erlaubt sein wird, haben wir hier in einem Überblick zusammengefasst.

Von Anna-Lena Sieber

Email

Ab Montag sind öffentliche Veranstaltungen mit bis zu 100 Personen wieder erlaubt. Allerdings nur mit festen Sitzplätzen.

Foto: myboys.me/stock.adobe.com

Sport in der Halle, kleine öffentliche Veranstaltungen, Hotel- und Kneipenbesuche: Ab Montag lockert das Land Baden-Württemberg die Corona-Verordnung weiter. Was genau wieder erlaubt sein wird, haben wir hier zusammengefasst.

Kontaktbestimmungen

Künftig dürfen im privaten Raum bis zu zehn, ab 9. Juni sogar bis zu 20 statt wie bisher nur fünf Personen aus mehreren Haushalten zusammenkommen. Die Beschränkung der Personenzahl gilt weiterhin nicht für Verwandte und Menschen aus dem gleichen Haushalt.

Private Veranstaltungen

Ab dem 9. Juni können private Feste wie beispielsweise Geburtstage in öffentlich mietbaren Einrichtungen wie Restaurants oder Veranstaltungsstätten stattfinden. Die zulässige Personenzahl hat die Landesregierung am Freitagnachmittag auf maximal 99 Personen festgesetzt.

Öffentliche Veranstaltungen

Auch öffentliche Veranstaltungen mit bis zu 100 Personen sind ab Montag wieder erlaubt. Voraussetzung ist, dass es feste Sitzplätze gibt. Zu diesen Veranstaltungen gehören etwa Konzerte, Theatervorstellungen, Vortragsveranstaltungen oder Kinofilme. "Über diese Perspektive gerade für die Kulturschaffenden und Künstler freue ich mich sehr. Denn die Pandemie hat unser Kulturleben fast zum Erliegen gebracht", sagte Ministerpräsident Winfried Kretschmann. Großveranstaltungen ab 500 Personen bleiben jedoch bis zum 31. August verboten.

Kneipen und Bars

Kneipen und Bars dürfen nach einem Beschluss des Verwaltungsgerichtshofs bereits ab Samstag Gäste im Freien bewirten. Die Öffnung der Innenbereiche von Kneipen und Bars folgt dann vom 2. Juni an. Auch Jugendhäuser können ab Dienstag wieder öffnen.

Sport in Hallen

Ebenfalls ab Dienstag dürfen Sport- und Trainingsangebote in geschlossenen Räumen wieder stattfinden. Allerdings muss der Abstand von 1,50 Meter zu allen Personen durchgängig gewahrt bleiben. Sanitärräume wie die Duschen bleiben mit Ausnahme der Toiletten geschlossen. Außerdem sollen die Daten der Sportler, wie Name und Telefonnummer, erfasst werden. Auch Fitnesstudios und Bolzplätze dürfen dann wieder öffnen. Um Schwimmkurse durchzuführen, dürfen auch Schwimm- und Hallenbäder ab Dienstag wieder öffnen.

Bäder

Erste Freizeitbäder in Baden-Württemberg sollen dann vom 6. Juni an wieder öffnen können. Dies sei allerdings wegen des Coronavirus nur unter strengen Hygienevorgaben und auf der Grundlage eines detaillierten Betriebskonzeptes möglich, teilte die Lenkungsgruppe der Landesregierung am Donnerstag in Stuttgart mit. "Darin müssen unter anderem die maximale Anzahl der Badegäste im gesamten Bad sowie in einzelnen Becken und die Einhaltung von Hygiene- und Abstandsvorschriften geregelt sein." Dies betreffe auch Badeseen mit Zugangskontrollen, Heil-, Hotel- und Thermalbäder sowie Saunen. Ein regulärer Badebetrieb werde in diesem Sommer nicht möglich sein, hieß es.

Hotels

Bereits seit Freitag dürfen Hotels wieder öffnen. Ausgenommen von dieser Regelung sind die Wellnessbereiche.

Freizeitparks

Ebenfalls seit Freitag sind Freizeitparks wieder geöffnet.

Schulen und Kitas

Mitte Juni sollen alle Schüler zumindest zeitweise wieder Präsenzunterricht erhalten. Die Kitas sollen spätestens Ende Juni wieder vollständig öffnen. Bisher dürfen höchstens 50 Prozent der Kinder, die normalerweise die Einrichtung besuchen, gleichzeitig dort betreut werden.

Vorsicht geboten

Gerade mit Blick auf die Urlaubszeit hoffen viele Menschen auf größtmögliche Normalität. Doch die Situation könnte wieder kippen, warnen Experten. Wenn viele Menschen aufeinandertreffen, die normalerweise keinen Kontakt miteinander haben, müsse ein erneutes exponentielles Wachstum der Infektionszahlen befürchtet werden, sagt der Arzt und Gesundheitsforscher Max Geraedts von der Universität Marburg . Aktuell sähen die Infektionszahlen aber gut aus. dpa


Top-Kommentare

Kommentar hinzufügen
In diesem Artikel findet keine Diskussion statt. Sie können daher keine neuen Beiträge zu diesem Artikel verfassen.