Kanzlerkandidatur: CDU-Politiker aus dem Südwesten hoffen auf schnelle Einigung

Stuttgart  In Baden-Württemberg haben sich zuletzt etliche CDU-Bundestagsabgeordnete für eine Kanzlerkandidatur von CSU-Chef Markus Söder ausgesprochen. Nach der jüngsten Entscheidung der CDU-Führungsgremien äußern sich führende Köpfe der Südwest-CDU jetzt diplomatischer.

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CDU-Landeschef und -Bundesvize Thomas Strobl hatte sich zuletzt noch für Armin Laschet als Kanzlerkandidaten ausgesprochen. Allerdings betont Strobl jetzt, er setze auf eine gemeinsame Lösung von CDU und CSU. Foto: dpa

Nachdem sich einige Südwest-Politiker in der Frage der Kanzlerkandidatur der Union zuletzt bereits für CDU-Bundeschef Armin Laschet oder für den CSU-Vorsitzenden Markus Söder positioniert hatte, war an diesem Montag eher die Zeit der diplomatischen Äußerungen.

"Es ist doch schön, dass wir mit Armin Laschet und Markus Söder zwei so erfolgreiche Ministerpräsidenten in der Union haben. Beide haben gezeigt, dass sie Wahlen in der Mitte gewinnen können, beide führen sehr erfolgreich ein großes Land", sagte CDU-Landeschef Thomas Strobl.

Der Heilbronner, der auch CDU-Bundesvize ist, hatte sich zuletzt zwar schon für Laschet ausgesprochen. Am Montag sagte Strobl jedoch, die Frage der Kanzlerkandidatur würden CDU und CSU gemeinsam beantworten. "Als Union sind wir doch immer dann am stärksten, wenn CDU und CSU eng abgestimmt und miteinander unterwegs sind", so Strobl.

Junge Union spricht von zwei Alphatieren

Die Junge Union in Baden-Württemberg fordert, dass sich Laschet und Söder schnell einigen. "Wir haben zwei absolute Alphatiere, die zur Kanzlerkandidatur bereit sind. Jahrelang wurde getuschelt und geschrieben, dass nach Angela Merkel kein Kanzlerkandidat von Format kommen würde. Armin Laschet und Markus Söder beweisen das Gegenteil", sagte der Landesvorsitzende Philipp Bürkle. Wichtig sei, dass nun zeitnah und einvernehmlich eine Lösung gefunden werde.

"Das gemeinsame Ziel darf dabei nie aus den Augen gelassen werden: eine links-geführte Regierung zu verhindern", so Bürkle. Steffen Bilger, Vorsitzender des CDU-Bezirksverbands Nordwürttemberg, drängt ebenfalls auf eine schnelle Entscheidung. "Das erwarten die Mitglieder von uns", erklärte Bilger. Er hoffe, darauf, dass die Frage der Kanzlerkandidatur ohne große Grabenkämpfe hinbekommen werde.

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Unterstützung für Söder

Zuletzt gab es in der Südwest-CDU jedoch etliche Stimmen, die sich offensiv für Söder ausgesprochen hatten - darunter unter anderem auch die Bundestagsabgeordneten Christian von Stetten, Karin Maag und Alexander Throm.

 


Michael Schwarz

Michael Schwarz

Chefkorrespondent Landespolitik

Michael Schwarz ist seit 2005 bei der Heilbronner Stimme. Landesregierung, Landtag, Parteien, Fraktionen, Politiker - Schwarz beobachtet rund um die Uhr die landespolitischen Akteure in Stuttgart und geht der Frage nach, ob diese einen guten Job machen.

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