Zollitsch zeigt Kompromissbereitschaft bei Höhe von Staatsmitteln

Berlin/Freiburg (dpa/lsw)  Die katholische Kirche ist willens, über eine Reduzierung der jährlichen Millionenzahlungen aus der Staatskasse zu verhandeln. Sie habe immer gesagt, «wenn der Bund und die Länder auf uns zukommen, sind wir bereit, darüber zu sprechen», sagte der Vorsitzende

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Zollitsch im Interview . Patrick Seeger Foto: Patrick Seeger

der Deutschen Bischofskonferenz, der Freiburger Erzbischof Robert Zollitsch, am Dienstag dem Südwestrundfunk (SWR). Zugleich wies er darauf hin, dass es sich um geschichtliche Verpflichtungen des Staates handele.

Die Staatsleistungen sind Zahlungen der Länder, die die evangelische und die katholische Kirche als Entschädigung für enteigneten Besitz während der Säkularisierung im 19. Jahrhundert erhalten. Sie belaufen sich Schätzungen zufolge auf bis zu 480 Millionen Euro jährlich, genaue Zahlen gibt es nicht. Zollitsch erläuterte, dass es sich um Verpflichtungen handele, «wo wir Verantwortung tragen für die Zukunft, und wir wollen dann schon natürlich auch in einer guten Weise miteinander umgehen und nicht einfach noch mal eine neue Enteignung von vorneherein annehmen».


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