Werbung mit Bauern-Vergleich sorgt für Ärger

Ludwigsburg/Stuttgart  Eine Ludwigsburger Firma für Elektrofahrzeuge hat mit einem fragwürdigen Slogan auf einem Plakat geworben. Und zudem behauptet, die Kampagne sei gefördert vom Stuttgarter Verkehrsministerium. Die Aktion sorgte kurzzeitig für Verstimmungen in der Landesregierung.

Dieses Plakat hing eine Stunde in Stuttgart – und sorgte für reichlich Ärger. Foto: CDU-Landtagsfraktion

"Sei schlauer und kein Bauer - nutze die Elektro Power." Mit diesem Slogan warb die Ludwigsburger Firma E-Leven für ihre Fahrzeuge mit Elektroantrieb auf einem Plakat in Stuttgart. Auf diesem war ebenfalls zu lesen, dass diese Kampagne vom grün geführten Verkehrsministerium in Baden-Württemberg gefördert werde.

Beim Koalitionspartner CDU sorgte die Verbindung zum Verkehrsministerium für Ärger. "Über eine solche Werbung, die einen ganzen Berufsstand diskriminiert, bin ich doch sehr irritiert", sagte der CDU-Abgeordnete Karl Rombach. Er forderte Aufklärung vom Verkehrsministerium.

Einmalige 5000-Euro-Förderung

"Wir wussten nichts davon und waren verärgert", sagte ein Sprecher der Behörde. Die Ludwigsburger Firma habe zwar einmalig eine 5000-Euro-Förderung des Landes bekommen. Mit der Plakataktion habe dies aber nichts zu tun.

Thomas Bayer, Geschäftsführer der Firma, entschuldigte sich. "Wir distanzieren uns ausdrücklich von rassistischen und diskriminierenden Äußerungen. Der Slogan ist leider aufgrund eines sehr unglücklichen Wortspiels entstanden", erklärte er. Das Plakat sei inzwischen demontiert - und sei nur eine Stunde am Bauzaun der Stuttgarter Niederlassung der Firma gehangen. 


Michael Schwarz

Chefkorrespondent Landespolitik

Michael Schwarz ist seit 2005 bei der Heilbronner Stimme. Landesregierung, Landtag, Parteien, Fraktionen, Politiker - Schwarz beobachtet rund um die Uhr die landespolitischen Akteure in Stuttgart und geht der Frage nach, ob diese einen guten Job machen.

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