Viele Grundschulen können keinen Schwimmunterricht anbieten

Stuttgart (dpa/lsw)  In Baden-Württemberg kann etwa jede vierte Grundschule keinen Schwimmunterricht für die Schüler anbieten. Das geht aus einer Mitteilung der grün-schwarzen Landesregierung an den Kultursaussschuss des Landtags hervor, die am Mittwoch in Stuttgart veröffentlicht wurde.

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Schwimmunterricht
Kinder schwimmen während des Schwimmunterrichts.

Demnach gaben 24,2 Prozent von 2346 befragten Schulen an, keinen Schwimmunterricht erteilen zu können - weil es kein Schwimmbad in der Nähe gibt oder die Anfahrtszeiten zum nächsten Bad zu lang seien. Als weiterer Grund wurde genannt, dass manchmal auch qualifizierte Lehrer für den Schwimmunterricht fehlten. An der Befragung nahmen vor allem öffentliche Grundschulen teil.

Es gibt aber große regionale Unterschiede: Im Bereich des Regierungspräsidiums Freiburg erteilten rund 44 Prozent der Grundschulen keinen Schwimmunterricht, heißt es in der Mitteilung. Im Bereich des Regierungspräsidiums Tübingen liegt der Anteil bei rund 17 Prozent. In den Regierungspräsidien Karlsruhe und Stuttgart beträgt der Anteil 18 Prozent beziehungsweise 22 Prozent. Gefragt wurde nach der Situation im Schuljahr 2018/2019.

Kultusministerin Susanne Eisenmann (CDU) sagte der «Schwäbischen Zeitung» (Donnerstag): «Dass an rund einem Viertel der Grundschulen kein Schwimmunterricht stattfindet, ist natürlich nicht zufriedenstellend.» Die Ursachen müssten nun analysiert werden - zusammen mit der kommunalen Seite, denn für die Bereitstellung von Schwimmbädern seien die Kommunen zuständig. «Es ist aber auch zu berücksichtigen, dass es im Rahmen der Erziehungspartnerschaft die Aufgabe der Eltern ist, Kindern das Schwimmen beizubringen», sagte sie. «Die Schule ist dafür zuständig, Schwimmen zu üben.»


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