Tausende protestieren bei Ostermärschen gegen Rüstungsexporte

Südwesten  Mit der Beteiligung an den Ostermärschen zeigen sich die Organisatoren deutschlandweit zufrieden. Seit 2013 lässt sich ein langsames, aber kontinuierliches Wachstum bei den Teilnehmerzahlen feststellen. Den größten Marsch im Südwesten gab es in Stuttgart.

Von Tatjana Bojic, dpa

Ostermarsch in Stuttgart
Teilnehmer des Stuttgarter Ostermarsches halten am Samstag ein Transparente mit der Aufschrift "Frieden braucht Bewegung". Foto: dpa  

Mit Kundgebungen und Aktionen in zahlreichen Städten in Baden-Württemberg hat die Friedensbewegung am Montag die diesjährigen Ostermärsche abgeschlossen. Die Märsche standen unter dem Motto „Friede braucht Bewegung. Gegen Aufrüstung, Krieg und atomares Wettrüsten“. „Angesichts von Kriegen und Rüstungsplänen ist jetzt eine starke Friedensbewegung so notwendig wie kaum zuvor“, meinte Dieter Lachenmayer vorab. Lachenmayer organisiert als Koordinator des Friedensnetzes Baden-Württemberg seit Jahren die traditionellen Ostermärsche der Friedensbewegung im Südwesten.

Protest gegen Rüstungsmesse

Am Ostermontag waren in Ulm laut Polizei etwa 300 und in Müllheim (Breisgau-Hochwarzwald) bis zu 400 Menschen an den Ostermärschen beteiligt. Mit einer Voraktion zum Ostermarsch waren bereits am Karfreitag Rüstungsgegner zusammengekommen - so in Stuttgart rund 120 Menschen zur Ostermarschaktion „War starts here - Militarisierung der Fildern und Itec stoppen!“ Diese richtete sich gegen die Rüstungsmesse ITEC in der Landeshauptstadt (15. bis 17.5.).

Den größten Ostermarsch gab es am Samstag mit laut Polizei rund 2000 Teilnehmern in Stuttgart. In Heidelberg versammelten sich nach Angaben der Polizei etwa 500 Menschen, in Ellwangen kamen demnach etwa 250 Menschen zusammen.

Eine 60-jährige Geschichte

Die Märsche gehen auf die Gegner der atomaren Aufrüstung in den 1950er Jahren zurück. In Deutschland hatten sie besonders während des Kalten Krieges Zulauf.