Staatsministerium übergibt Mappus-Mails

Stuttgart (dpa/lsw)  Die sagenumwobenen Mappus-Mails sind am Freitag dem Landesarchiv übergeben worden. Die Archivare erhielten im Staatsministerium eine mobile Festplatte mit Dateien des ehemaligen Regierungschefs Stefan Mappus (CDU).

Email
Der ehemalige Regierungschef Stefan Mappus (CDU). Foto: Bernd Weißbrod/Archiv

Am frühen Freitagnachmittag war die Prüfung der technischen Lesbarkeit der Daten noch im Gange, hieß es beim Landesarchiv. Dieses gibt nach einer weiteren tiefergehenden Prüfung in den eigenen Räumen die Freigabe zum Vernichten der Daten. Dann löscht das Staatsministerium die Emails von seinen Servern.

Bei der Übergabe waren neben Beamten des Staatsministeriums und Experten des Landesarchivs auch die Anwälte von Mappus zugegen. Mappus hatte juristisch durchgesetzt, dass aus Datenschutzgründen die Sicherungskopien gelöscht werden.

Die Sicherungskopien waren im Herbst 2010 im Staatsministerium zur Fehlerbehebung an Mappus' Computer gezogen worden. Die Staatsanwaltschaft Stuttgart stellte sie für ihre Ermittlungen zum EnBW-Deal sicher. Dort existieren sie bis jetzt noch.


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