NSU-Ausschuss will Umgang mit brisantem Beweismaterial klären

Stuttgart (dpa/lsw)  Der NSU-Untersuchungsausschuss im Landtag will heute den Umgang mit brisantem Beweismaterial klären. Es geht um Beweisstücke, die die Familie des früheren Neonazi und möglichen NSU-Zeugen Florian H. dem Ausschuss übergeben hat.

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Die Asservate müssten wohl eigentlich an die Staatsanwaltschaft gehen. Florians Familie hatte aber im Ausschuss erklärt, kein Vertrauen mehr in die offiziellen Ermittlungsbehörden zu haben. Die Staatsanwaltschaft hat das 2014 eingestellte Todesermittlungsverfahren wieder aufgenommen. Florian starb 2013 in einem brennenden Wagen. Die Polizei geht davon aus, dass Florian Suizid begann. Die Familie bezweifelt das.

Florian soll gewusst haben, wer die Polizistin Michèle Kiesewette 2007 in Heilbronn getötet hat. Der Mord wird den Rechtsterroristen des «Nationalsozialistischen Untergrunds» (NSU) zugerechnet. Der Untersuchungsausschuss im Landtag soll die Verbindungen des NSU in den Südwesten und mögliches Behördenversagen genauer betrachten.


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