NSU-Ausschuss beleuchtet rechte Szene in Heilbronn

Stuttgart  Der NSU-Untersuchungsausschuss in Baden-Württemberg will heute einen Cousin der mutmaßlichen Rechtsterroristin Beate Zschäpe befragen. Das Landtagsgremium will wissen, ob er etwas vom "Nationalsozialistischen Untergrund" mitbekommen hat, dem Zschäpe angehört haben soll.

Von unserer Redaktion
Ordner mit Aufschrift «Untersuchungsausschuss NSU»
Aktenordner mit der Aufschrift «Untersuchungsausschuss NSU». Foto: Arne Dedert/Archiv

Außerdem befassen sich die Mitglieder des Ausschusses heute mit der rechten Szene in Heilbronn. Dazu soll vor dem Ausschuss ein Mann Frage und Antwort stehen, der früher einen mutmaßlichen Treffpunkt der Szene in Heilbronn betrieben hat.

Als weitere Zeugen geladen sind am Freitag auch zwei Polizisten, die in einer Sonderkommission des Landeskriminalamtes Thüringen zur rechten Szene gearbeitet haben. Dabei geht es um die Frage, ob sie damals Hinweise auf mögliche NSU-Unterstützer in Baden-Württemberg bekommen haben.

Der NSU ist nach Überzeugung der Bundesanwaltschaft für zehn Morde zwischen 2000 und 2007 verantwortlich, darunter an der Polizistin Michèle Kiesewetter in Heilbronn. Das Trio hielt sich oft im Südwesten auf, so dass der Verdacht besteht, es könnte dort Helfer gehabt haben.

 


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