Landesregierung uneins über Abschiebung

Heilbronn/Stuttgart  Die Landesregierung sucht nach einer gemeinsamen Linie im Umgang mit afghanischen Flüchtlingen. Baden-Württembergs Innenminister Thomas Strobl (CDU) will den Personenkreis der Abzuschiebenden erweitern. Der grüne Koalitionspartner lehnt dies jedoch vehement ab.


2019 sind bis Ende September 316 Flüchtlinge aus Afghanistan nach Baden-Württemberg gekommen. Das ist im Vergleich zu den Jahren 2015 und 2016 eine überschaubare Zahl, als Tausende Afghanen im Südwesten ankamen. Die Bundesländer gehen mit den afghanischen Flüchtlingen unterschiedlich um. Baden-Württemberg gehört zu denen, die lediglich Gefährder, Straftäter und Identitätsverweigerer abschieben. Letztere sind Personen, die nicht bereit sind, bei der Klärung ihrer Herkunft mitzuwirken. Die