Landesrechnungshof: Weniger Lehrer in Verwaltung einsetzen

Stuttgart (dpa/lsw)  Das lang erwartete Gutachten des Landesrechnungshofes zum besseren Lehrereinsatz an Südwestschulen rät nach dpa-Informationen dazu, Lehrer seltener außerhalb des Unterrichts einzusetzen. Pädagogen arbeiten derzeit unter anderem in Schulämtern und im Kultusministerium. Nach früheren Angaben handelt es sich um mehrere tausend Stellen.

Zudem soll die Zahl der Schulversuche, die Kultusministerin Susanne Eisenmann (CDU) jüngst auf über 100 bezifferte, reduziert werden. Die Lehrerarbeitszeit soll umgekrempelt werden: Statt einer wöchentlichen Unterrichtsverpflichtung soll es eine Jahresarbeitszeit geben. Die Expertise wurde am Donnerstag der Landesregierung übergeben.

Die Karlsruher Kontrollbehörde hatte die «Ressourcensteuerung und Konsolidierungsmöglichkeiten im Lehrkräftebereich» unter die Lupe genommen. Damit sollte etwa beantwortet werden, ob Lehrer sinnvoll eingesetzt werden und wo Potenzial für mehr Unterricht gehoben werden kann. Nachdem der Auftrag Ende 2016 vom Kultus- und Finanzministerium erteilt worden war, sollte das Gutachten bereits im vergangenen Jahr fertig sein. Zunächst hatte die «Südwest Presse» über die Inhalte berichtet.

Ministerin Eisenmann wird ihren Kabinettskollegen am Dienstag gemeinsam mit Finanzministerin Edith Sitzmann (Grüne) über das Gutachten berichten. Anschließend wird es im Netz veröffentlicht und allen Landtagsfraktionen zur Verfügung stellen.