Kultusministerin will 10.600 zusätzliche Lehrerstellen schaffen

Baden-Württemberg  Baden-Württembergs Kultusministerin Susanne Eisenmann (CDU) will im Südwesten bis 2030 insgesamt 10.600 neue Lehrerstellen schaffen. Dieser Zahl liegen bei der Berechnung mehrere Faktoren zugrunde.

Von Michael Schwarz
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Interview Kultusministerin Frau Susanne Eisenmann
Die Kultusministerin im Gespräch mit der Redaktion. Foto: Kunz

Dies erklärte Eisenmann gegenüber unserer Redaktion. „Auf der Basis der heutigen Erkenntnisse haben wir ermittelt, dass in Baden-Württemberg bis 2030 insgesamt 10.600 Lehrerstellen zusätzlich benötigt werden“, sagte Eisenmann im Stimme-Interview. Für diese Prognose habe das Stuttgarter Kultusministerium erstmals die Entwicklung des Lehrerbedarfs von 2020 bis 2030 in Baden-Württemberg langfristig berechnet.

Faktoren bei der Berechnung der Zahl

Bei der Berechnung seien die Prognose der Schülerzahlen berücksichtigt worden, die zu erwartenden Lehrer-Pensionierungen, die längere Studiendauer – und andere bildungspolitische Entscheidungen. Weiter eingeflossen in die Planung seien Themen wie die Krankheitsreserve, die höhere Teilzeitquote, die Zahl der Studienabbrecher, der Ausbau des Ethikunterrichts und der Ganztagsschule sowie Defizite in beruflichen Schulen oder auch bei der Sonderpädagogik.

Als Beispiel für den Zusatzbedarf nannte die CDU-Politikerin die Ausdehnung des Ethikunterrichts auf alle Schularten. „Hier werden wir nach unseren Planungen mehr als 900 neue Stellen bis 2030 benötigen. Auch für die schon beschlossene Entlastung der Schulleiter beim Unterricht sind mehrere Hundert Stellen als Ausgleich notwendig. Um Lücken bei den beruflichen Schulen zu schließen, sind es rund 600 Stellen“, so Eisenmann weiter.

Fast jedes zweite Grundschulstudium wird abgebrochen

Laut Eisenmann sei vor allem die Situation an den beruflichen Schulen und an den Grundschulen im Südwesten angespannt. Hier herrsche großer Lehrermangel. Weiter gebe es im Grundschulbereich eine hohe Abbrecherquote bei Studierenden. „Wir haben festgestellt, dass im Grundschullehramt in Baden-Württemberg 45 Prozent ihr Studium abbrechen. Das ist eine immens hohe Zahl. Ich habe das Wissenschaftsministerium gebeten zu eruieren, woran das liegt“, erklärte Eisenmann.
 

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