Kuhn und Turner streiten über S 21

Stuttgart (dpa/lsw)  Vor dem entscheidenden Wahlgang am Sonntag haben sich die beiden Hauptkonkurrenten im Kampf um den Chefsessel im Stuttgarter Rathaus in unabhängig voneinander geführten Streitgesprächen der «Stuttgarter Zeitung» und der «Stuttgarter Nachrichten» (Dienstag) einen heftigen Schlagabtausch geliefert.

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Fritz Kuhn, der Kandidat der Grünen. Foto: Franziska Kraufmann/Archiv

Fritz Kuhn (Grüne) warf dem von CDU, FDP und Freien Wählern unterstützen parteilosen Kandidaten Sebastian Turner vor, gegen ihn eine Angstkampagne zu inszenieren. Turner stelle die These auf, dass Kuhn ein Kostenrisiko für das Projekt Stuttgart 21 sei. «Jetzt kann jeder sehen, wie falsch das ist», sagte der Grünen-Politiker und verwies auf die Mängel beim Brandschutzkonzept und die Probleme mit entgleisenden Zügen am Stuttgarter Hauptbahnhof. Turner hielt entgegen, dass ein grüner Oberbürgermeister nicht an Lösungen der Probleme beim Bau des Tiefbahnhofs interessiert sei. Bei einer möglichen gerichtlichen Auseinandersetzung würde es heißen: «Sie haben verzögert, also ist die Stadt mit dran bei den Mehrkosten.»

Beide Kandidaten hatten im ersten Wahlgang am 7. Oktober an der Spitze des Bewerberfelds gelegen. Kuhn erreichte 36,5 Prozent der Stimmen, Turner lag mit 34,5 Prozent auf Platz zwei. Weil keiner die absolute Mehrheit erzielte, wird am 21. Oktober erneut gewählt.


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