Kretschmann zu Jamaika-Aus: Ich bin fassungslos

Stuttgart  Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) ist entsetzt über die Entscheidung der FDP, die Jamaika-Verhandlungen zu beenden. Deutschland drohe nun eine kommissarische Regierung über viele Monate, so der Regierungschef.

Von Michael Schwarz
Winfried Kretschmann (Grüne)
Winfried Kretschmann (Grüne). Foto: Michael Kappeler/Archiv

Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) reagiert entsetzt auf das Jamaika-Aus durch die FDP.

„Wir wollten diese Koalition wirklich und alle Sondierer meiner Partei haben sehr hart dafür gearbeitet. Ich bin weiterhin der Meinung, dass wir eine Bundesregierung hätten bilden können, wenn der Wille bei allen wirklich vorhanden gewesen wäre. Ich bin fassungslos, dass die FDP die Sondierungen abgebrochen hat“, sagte Kretschmann der Heilbronner Stimme.

Kretschmann weiter: „Deutschland droht jetzt, mit einer kommissarischen Regierung über viele Monate, in eine schwierige Lage zu geraten. Wir müssen alle dafür sorgen, dass Rechtspopulisten in unserem Land keinen weiteren Zulauf bekommen.  Und auch in Europa werden wir in nächster Zeit nicht unsere ganze Kraft entfalten können. Deutschland ist ein Stabilitätsanker in Europa. Wir müssen alles daran setzen, dass dieser Anker jetzt nicht losgerissen wird.“ Kretschmann nahm für die Grünen an den Sondierungen teil.

 

 


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