Baden-Baden will sich zur «Smart City» entwickeln

Baden-Baden (dpa/lsw)  Die Stadt Baden-Baden will künftig verstärkt intelligente IT-Lösungen einsetzen und so zu einer «Smart City» werden. «Wir werden Informationstechnik künftig auf vielfältige Weise für eine sinnvolle Unterstützung des Lebens in der Stadt einsetzen»,

Margret Mergen
Oberbürgermeisterin Margret Mergen (CDU). Foto: Uli Deck/Archiv

sagte Oberbürgermeisterin Margret Mergen (CDU) der Deutschen Presse-Agentur. Mit der italienischen Partnerstadt Moncalieri unterzeichnete Mergen am Dienstag eine Absichtserklärung zur Zusammenarbeit bei Smart-City-Projekten.

Diese soll sich nach Angaben der Stadt auf drei Bereiche konzentrieren: energieeffiziente Technologien (Smart Energy), Lösungen für Mobilität und Verkehr (Smart Mobility) sowie Information und Kommunikation (Smart Communication). Schließlich soll auch die aktive Teilnahme der Bürger am Prozess des gesellschaftlichen Wandels gefördert werden.

Das Vorhaben einer «Smart City» (intelligente Stadt) wurde seit dem vergangenen Jahrzehnt von IT-Konzernen wie IBM forciert, die sich davon neue Aufträge versprechen. Die Umsetzung von Teilbereichen etwa in der Energiewirtschaft (intelligente Netze, «smart grids») hat bereits begonnen. In Baden-Württemberg gelten die beiden größten Städte Stuttgart und Karlsruhe als Vorreiter. Beide beteiligen sich an einem Förderprogramm für Elektroautos, an dem der Bund und das Land mitwirken.

Als Partner für die Entwicklung neuer IT-Lösungen im städtischen Raum nannte Mergen das Cyberforum in Karlsruhe. Dieses regionale Branchen-Netzwerk kündigte am Dienstag die Einrichtung einer neuen Außenstelle in Baden-Baden an: Das Cyberforum Süd werde im Baden-Badener Gründerzentrum Elan angesiedelt und mit diesem zusammenarbeiten. Diese Vereinbarung ist zunächst auf zwei Jahre angelegt.