Hermann sagt Schweizer Rasern den Kampf an

Interview  Im Exklusiv-Interview mit der Heilbronner Stimme übt Baden-Württembergs Verkehrsminister Winfried Hermann (Grüne) Kritik an der Automobilindustrie. Zudem kündigt er härtere Strafen gegen Raser aus der Schweiz an und verteidigt ein Tempolimit auf der A81.

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Der baden-württembergische Verkehrsminister Winfried Hermann. Foto: Daniel Naupold/Archiv

Baden-Württembergs Verkehrsminister Winfried Hermann (Grüne) will Rasern aus dem Nachbarland Schweiz den Kampf ansagen. "Die A81 ist ein Stück Autobahn, wo man noch ziemlich brettern kann, weil es kaum Tempolimits gibt", erklärte Hermann im Exklusiv-Interview mit der Heilbronner Stimme.

Die Autobahn sei beliebt bei Schweizern, die ihre schnellen Autos ausfahren möchten. In der Schweiz könnten sie das nicht − und müssten hohe Strafe zahlen, wenn sie ertappt würden. In Deutschland sei zudem die Kontrolldichte viel niedriger. Hermann verteidigte in diesem Zusammenhang sein Vorhaben, dass er auf einer Teilstrecke der A81 gerne ein Tempolimit 120 einführen möchte.

Zudem ging Hermann wegen der Abgas-Affäre auf Distanz zur Automobilindustrie. "Da ich die Branche schon lange kenne, habe ich nie ein so vertrauensseliges Verhältnis zu ihr gehabt." Ihm sei aufgefallen, dass die Automobilbranche im Kontakt mit der Politik immer wieder versuche, dass die CO2-Grenzwerte nicht allzu anspruchsvoll gesetzt würden.

Weiter machte er sich dafür stark, Fahrschulen eine Prämie zu zahlen, damit sie verstärkt Elektroautos einsetzen. mis

 


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