Landesärztekammer kritisiert Pläne zur künftigen Patientenberatung

Stuttgart (dpa/lsw)  Die Landesärztekammer hat sich für den Erhalt der Unabhängigen Patientenberatung Deutschland (UPD) ausgesprochen. Der Verband kritisierte die Pläne von Bundesregierung und Krankenkassen, die Beratung zum neuen Jahr an ein Privatunternehmen zu vergeben. Die Kammer befürchtet nach Angaben vom Donnerstag, dass die Unabhängigkeit und Neutralität der Beratung der Versicherten bedroht werden könnte.

Ein Arzt trägt ein Stethoskop
Landesärztekammer ist für den Erhalt der Unabhängigen Patientenberatung. Foto: R. Vennenbernd/Archiv

Die Anlaufstellen böten kompetente und unabhängige Beratung bei vielen Fragen rund um die gesundheitliche Versorgung in Baden-Württemberg, sagte Kammerpräsident Ulrich Clever. Dabei sei für viele Patienten eine persönliche Betreuung durch Ansprechpartner vor Ort besonders wichtig.

Die bisherigen Träger in Baden-Württemberg sind der Sozialverband VdK und die Verbraucherzentrale in Stuttgart und Karlsruhe. Die Einrichtungen beraten Patienten in Gesundheitsfragen und agieren dabei von Medizinern und Krankenhäusern unabhängig. Ihr Bestehen sei nur noch bis zum Jahresende sicher, danach würden sie geschlossen. Deutschlandweit seien es 21 Beratungsstellen, die geschlossen würden.